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Börsentrends 2017: Wir wirkt sich der Trump-Effekt aus?

Entwicklung-Boerse Börsentrends 2017: Wir wirkt sich der Trump-Effekt aus?
Von den wenigsten Experten wurde erwartet, dass die Präsidentschafts-Wahl in den USA einen ähnlich überraschenden Ausgang haben würde, wie das Brexit-Referendum im Juni des Jahres. Aber es ist dennoch passiert und ein jeder rätselt, welche Akzente von Präsident Trump in der Wirtschaftspolitik gesetzt werden und wie sich das auf den Kapitalmarkt auswirken wird. Nach dem Wahlsieg von Donald Trump reagierten die Börsen unmittelbar mit kräftigen Kursverlusten. Doch das war nur von kurzer Dauer, denn der Aktienmarkt schickte sich wenig später bereits an, eine neue Zwischenhöhe zu erklimmen, während gleichzeitig auch die Zinsen deutlich anstiegen.

So wird es 2017: Expertenvorraussagen

Das vergangene Jahr war ein Jahr der Extreme mit Brexit, Trump und dem politischen Chaos in Italien –; kurzum den Anlegern blieb einfach nichts erspart. Aber dennoch, auch wenn es viel schwarze Schwäne gab, so ziehen die Aktienmärkte weiter an. Die große Frage, die sich für 2017 ergibt, lautet: Wird sich der langfristige Aufwärtstrend weiter fortsetzen?

Der Börsenexperte Egbert Prior sagt voraus, dass es 2017 extrem wird und auch Marc Faber hat sich festgelegt: Im kommenden Jahr müssen die Anleger mit herben Verlusten rechnen. Doch Prior, der Herausgeber der Prior Börse geht davon aus, dass es zunächst einmal viel zu verdienen gibt an der Börse. Er erwartet, dass der DAX bis zum Jahresende unter 10.000 Punkten steht, wobei er im Laufe des nächsten Jahres durchaus bis auf 15.000 Punkte steigen kann – seine Voraussage: vermutlich bis August. Für Prior steht fest, dass 2017 die Börse in ihre finale, die Übertreibungsphase eintritt und das nach acht Jahren Börsenhausse, wie er in einem Gastbeitrag erklärte.

Die Bullenmärkte seien im historischen Mittel nur etwa halb so lang. Laut Prior ist der Anstieg kurz vor einem Crash, der Dienstmädchenhausse genannt wird, häufig am steilsten. Der DAX folgt letztendlich nur der Wall Street, wo die Aktien bereits überteuert gehandelt werden. Das bittere Fazit von Prior: Irgendwann hat jede Party einmal ihr Ende.

Schwarzseher Marc Faber – leider hat er oft Recht

Eben dieser Meinung ist auch Marc Faber. Für den Dauer-Bär erwartet er einen deutlichen Rücksetzer. Es sei bereits jetzt auffällig, dass viele der Aktien neue 12-Monats-Tiefs erreicht haben, auch wenn der Markt steigt. Das ist für Faber ein eindeutiges Zeichen. Der Herausgeber des The Gloom, Boom & Doom Reports Marc Faber ist als der chronische Schwarzseher unter den Börsenexperten bekannt. Doch leider hat er schon oft mit seinen Voraussagen Recht gehabt. So fällt seine Prognose für 2017 düster aus.

Vor allem für die Trendsetter wie Tesla, aber auch den Internet- und Hightech-Aktien sieht Faber Probleme aufkommen. Er erwartet eine heftige Korrektur von 40 % oder mehr und auch die Biotech-Highflyer werden davon betroffen sein.

Bereits mehrere Crashs hat Marc Faber richtig vorausgesagt, worunter sich der Abschwung in Japan befand und auch der Börsencrash 1987. Selbst bezeichnet sich der in Asien lebende Schweizer jedoch als einen optimistischen Menschen. Den Anlegern selbst bleibt nur die Hoffnung, dass sich Faber irrt. Der Börsenexperte lag mit seiner Prognose für 2016 daneben und prognostizierte damals in einem Interview, dass es einfach zu viele Risiken auf der Welt gäbe, die die Chancen bei Weitem übersteigen. Man müsse sich warm anziehen.

Trump wirkt sich positiv auf Börsen aus

Die amerikanische Börse kennt nur noch eine Richtung, seitdem die US-Präsidentenwahl auf Donald Trump fiel: Aufwärts. Auch der DAX zieht an und laut Sal. Oppenheim stehen die Chancen gut, dass der Trend auch im kommenden Jahr anhält. Bei der Suche nach gewinnbringenden Anlagemöglichkeiten lautet die Devise investieren Sie in die Aktien von Unternehmen mit einem hohen Zukunftspotenzial. Denn ohne diese wird es in den kommenden 12 Monaten nicht gehen. So sagt zumindest Lars Edler, der Co-Chef für das Kapitalanlagegeschäft der Bank. Doch diese sind freilich nicht leicht auszumachen und zudem auch sehr risikoreich. Sollte jedoch die Rechnung aufgehen, dann kann sich der Investor über einen wahren Geldregen freuen. Wenn sich die Prognose von Prior und Faber bewahrheiten, dann könnten sich die Verluste häufen.

Zu den Gewinnern könnte die Aktie von Tesla gehören. Der E-Auto-Hersteller, der von seinen Aktionären die Genehmigung erhalten hatte mit der Solarenergiegesellschaft SolarCity zu fusionieren, ist auf dem Weg einen integrierten Clean-Energy-Konzern aufzubauen. Dieser soll vom (später selbstfahrenden) E-Auto über Ladesysteme, Batterieprodukten und nun auch Solarsystemen für Häuser, den Tesla-Kunden eine Totalversorgung bieten. Dieses klingt nach Zukunftssicherheit und viel Kurspontenzial. Doch auf der anderen Seite wird diese Aktie nach den derzeitigen Fundamentalkriterien auch heillos überbewertet. Denn der Konzern ist hochverschuldet, ein KGV ist mangels Gewinn nicht zu ermitteln und auch die politischen Unsicherheiten sind groß. Doch immerhin wird die Tesla-Aktie in den USA mit 7500 Dollar Tax Credit gefördert und SolarCity-Systeme mit 30 % des Anschaffungspreises über Steuernachlässe subventioniert. Sollte Trump hier einschneiden, dann kann es zu einem Problem kommen.

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