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Bundesländer haben 2017 mindestens 36 Gefährder abgeschoben

Nach dem Terroranschlag von Anis Amri in Berlin haben die Bundesländer ihren Umgang mit islamistischen Gefährdern verschärft. Nach einer Umfrage der „taz“ (Donnerstagsausgabe) schoben die Länder seit Januar 2017 insgesamt 36 Gefährder ab. Die meisten Abschiebungen erfolgten in Nordrhein-Westfalen (8), Baden-Württemberg (6) und Berlin (5).

Die jüngste Abschiebung erfolgte erst am Dienstag: Im Zuge einer Sammelabschiebung von Düsseldorf nach Kabul wurde ein 22-jähriger Afghane ausgewiesen. Der Mann lebte zuvor in Thüringen und war nach Angaben des dortigen Innenministeriums als Gefährder registriert. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums sagte der Zeitung am Mittwoch, dass rund 60 Gefährdern im Jahr 2017 abgeschoben wurden. Hierunter fallen auch Islamisten, die als abgelehnte Asylbewerber oder als straffällig gewordene Kriminelle abgeschoben wurden. Die Sprecherin des Bundesinnenministeriums nannte die verstärkten Abschiebungen in der „taz“ einen „Erfolg“. „Es gibt in diesem Bereich eine sehr koordinierte Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern.“

Foto: Zeitungsausschnitt über Hassprediger in einer Berliner Moschee, über dts Nachrichtenagentur

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