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Bundesregierung lässt Billig-Telefonierer im 3G-Netz hängen

Die Bundesregierung sieht keinen Handlungsbedarf, um Handykunden mit günstigen Verträgen zu schützen, die nur im 3G-Standard kommunizieren. Das berichtet der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe. Hintergrund ist, dass 3G-Funkmasten von den Telekommunikationsunternehmen derzeit zunehmend abgeschaltet werden.

"Die Regierung hat keine Kenntnis davon, wie viele Sendeanlagen in diesen Frequenzbereichen genutzt werden", schreibt das zuständige Bundesverkehrsministerium. Dies scheint die Beamten von Minister Andreas Scheuer (CSU) aber auch nicht weiter zu beunruhigen. Die Nutzer könnten ja in Verträge mit schnelleren Mobilfunkfrequenzen wechseln. Das entspräche "den geänderten Kundenanforderungen", so das Ministerium. Doch diese Verträge kosteten mitunter 20 Euro mehr im Monat, monieren die Grünen. "Herrn Scheuer scheint völlig egal zu sein, dass damit gerade für Menschen mit geringem Einkommen die Handynutzung deutlich teurer wird", sagte Grünen-Parlamentarier Oliver Krischer.

Foto: Junge Frau mit Handy, über dts Nachrichtenagentur

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