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Bundeswehr-Jet entgeht nur knapp einem Unglück

Die Flugbereitschaft der Bundeswehr ist offenbar nur knapp einem Unglück entgangen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Die Crew eines Jets vom Typ Global 5000, mit dem häufig Regierungsmitglieder und Parlamentarier unterwegs sind, hatte am Dienstagmorgen kurz nach dem Start am Flughafen Berlin-Schönefeld die Kontrolle über das Flugzeug verloren. Die Besatzung hatte nach Informationen der Zeitung Mühe, umzukehren und den Jet sicher zu landen. Beim Anflug berührten nach Angabe der Luftwaffe beide Tragflächen den Boden. Laut Zeitung hieß es, dass es nur dem fliegerischen Können der Piloten zu verdanken sei, dass nicht mehr passiert sei. Man habe "richtig Glück" gehabt. Der General Flugsicherheit der Bundeswehr habe die Ermittlungen in diesem Fall übernommen. Passagiere waren nicht an Bord. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sagte: "Ich habe hohen Respekt vor der fliegerischen Leistung der Luftwaffenbesatzung. Sie hat es geschafft, den Jet unter schwierigsten Bedingungen zu Boden zu bringen und damit Schlimmeres zu verhindern. Jetzt muss die Ursache der technischen Probleme zügig aufgeklärt werden." Mit diesem ernsten Vorfall setzt sich die Pannenserie bei der Flugbereitschaft der Bundeswehr fort. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) war Ende November mit dem Langstreckenflieger "Konrad Adenauer" auf dem Weg zum G20-Gipfel in Argentinien gestrandet. Das war die schwerste Panne bei einem Regierungsflug in den vergangenen Jahren. Ein defektes Bauteil - eine zentrale Schalteinheit in der Bordelektronik - hatte gleich zwei Funksysteme lahmgelegt, die sich im Notfall gegenseitig ersetzen sollen. In anderen Fällen waren Schwierigkeiten vor dem Start oder bei der Landung aufgetaucht. Die Besatzung des Global-Jets blieb nach Angaben der Luftwaffe unverletzt, wurde aber vorsorglich zur medizinischen Untersuchung in ein Bundeswehrkrankenhaus gebracht. Die Maschine des kanadischen Flugzeugherstellers Bombardier kam gerade aus der routinemäßigen Wartung. Sie war nach Angaben der Luftwaffe zur großen Instandsetzung in der Werkstatt, die alle 30 Monate durchgeführt wird. Planmäßig sollte der Jet nun nach Köln überführt werden, wo die Flieger der Flugbereitschaft stationiert sind. Deshalb waren auch keine anderen Passagiere an Bord. Kurz nach dem Start tauchte die Funktionsstörung auf, die die Besatzung zum Umkehren zwang. Die Flugbereitschaft hat vier Maschinen vom Typ Global 5000 im Einsatz. Sie sind mit einer VIP-Kabine für kleinere Delegationen von bis zu 13 Personen ausgestattet. Die Abfertigung auf dem Airport war wegen des Zwischenfalls unterbrochen worden. Mittlerweile wurde sie aber wieder aufgenommen. Zuletzt gab es immer wieder Pannen bei Auslandsreisen deutscher Politiker. Ende Februar saß Außenminister Heiko Maas (SPD) in Mali fest, im Januar war Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Äthiopien betroffen, kurz davor Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) in Afrika. Von der Leyen gab im Februar die Beschaffung von drei neuen Langstreckenmaschinen in Auftrag. Foto: Verteidigungsministerium, über dts Nachrichtenagentur

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