Carsharing: BMW und Daimler führend

Carsharing: BMW und Daimler führend

Carsharing: BMW und Daimler führendNachdem Uber in Deutschland im letzten Jahr vor dem Landgericht Frankfurt scheiterte, hat ein anderes Segment der “New Mobility”-Front große Erfolge zu verzeichnen. Carsharing-Angebote wie DriveNow oder Car2Go etablieren sich zunehmend in deutschen Städten und bescheren den Automobilkonzernen gute Umsätze.

Mehr Marketing?

Die Idee, sich ein Auto zu teilen, ist nicht neu. Dass das Auto spontan in der Nähe abgeholt und am Ende einfach auf einen freien Parkplatz gestellt werden kann, jedoch schon. Seit circa fünf Jahren werden in Deutschland verschiedene Dienste angeboten, die genau das ermöglichen. Hauptakteure auf dem Carsharing-Markt sind derzeit Daimler mit Car2Go und der Dienst DriveNow, das gemeinsame Angebot von BMW und dem Autovermieter Sixt. Ob die Unternehmen das Carsharing nur als reines Marketinginstrument oder als Geschäft nutzen, war bisher noch unbekannt. Eine Studie der auf Mobilität spezialisierten Hamburger Strategieberatung Civity hat im Herbst gezeigt, dass die Autokonzerne sehr wohl vom Carsharing als Geschäftszweig profitieren.

Zur Studie: Ein Jahr lang wurden Ausleihzeiten und Fahrtwege der Carsharing-Nutzer beobachtet. Zur Berechnung nutzte man über die Anbieter-Websites öffentlich zugängliche Daten. Die Untersuchungen zeigten: DriveNow ist das erfolgreichste Angebot. Ein großes Plus bei BMW: Neben kleinen, wendigen Stadt -Flitzern können hier auch größere Modelle, z. B. der BMW X1, ausgeliehen werden. Wer ungern teilt, dennoch nicht die Kosten für einen Neuwagen tragen möchte, kann sein ersehntes BMW-Modell auch gebraucht erwerben.

Starke Zukunftsprognosen

Laut der Studie hat Carsharing seine feste Nische im Stadtbild neben dem öffentlichen Nahverkehr gefunden. Car2Go wird mittlerweile weltweit in 30 Städten angeboten und ist demnach weiter verbreitet als DriveNow, die momentan in acht Städten vertreten sind. Bei den Erlösen liegen BMW und Sixt jedoch vorne. Offizielle beider Unternehmen sprachen vom baldigen “Break-Even” und zukünftig weiter steigenden Gewinnchancen für die Mutterkonzerne. Die Macher der Studie gingen einen Schritt weiter und bezeichneten Carsharing als neues Mobilitätsprodukt, das zukünftig zur fest etablierten Alternative neben Taxi und öffentlichem Nahverkehr wird.

Der neuste Jahresbericht des bcs. Bundesverband Carsharing unterstützt diese Aussagen mit sehr positiven Zahlen. Die Jahresbilanz 2014 zeigt einen deutlichen Wachstumsschub für das Carsharing-Angebot, das mittlerweile in 490 deutschen Städten und Gemeinden verfügbar ist. Rund 150 Carsharing-Anbieter tummeln sich auf dem Markt und werden von mittlerweile 1.048.000 Fahrberechtigten genutzt (Stand: 1. Januar 2015). Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Zuwachs von 37,4 Prozent.

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