Russlands Offensive in der Region Charkiw, die vor knapp zwei Wochen begann, kommt ins Stocken. Anfangs konnten die russischen Truppen schnell Territorium erobern, sind jedoch seit mehreren Tagen nur noch in Häuserkämpfe in Wowtschansk verwickelt. Laut dem Institute for the Study of War rückten die Russen etwa zehn Kilometer in Richtung Charkiw und 7 Kilometer Richtung Wowtschansk vor. Ein mögliches Ziel der Offensive könnte es sein, ukrainische Truppen in der Region zu binden und die Aufmerksamkeit von der Ostukraine abzulenken. Die Situation in Donezk bleibt laut Präsident Selenskyj „schwierig“, während die russischen Angreifer in Charkiw erheblichen Widerstand erfahren. Russlands Behauptung, lediglich eine Pufferzone einzurichten, widerspricht dem kontinuierlichen Beschuss Charkiws durch russische Luftangriffe. Die westliche Militärhilfe kommt langsam an, und die Ukraine leidet unter einem Mangel an Munition und Personal. Ukrainische Truppen konnten den russischen Vorstoß teilweise aufhalten, doch die Lage bleibt kritisch
