Commerzbank will Vergütungsregeln für Vorstand ändern

Die Commerzbank will nach schlechten Ergebnissen in der jüngsten Mitarbeiterumfrage ihre Vergütungsregeln für den Vorstand ändern. Das Management wolle der Zufriedenheit von Mitarbeitern und Kunden künftig einen höheren Stellenwert einräumen, sagte Vorstandschef Manfred Knof dem „Handelsblatt“. „Wir sind im Dialog mit dem Aufsichtsrat, dass beide Themen auch bei der variablen Vergütung des Vorstands künftig eine gewichtigere Rolle spielen.“

Für das Geschäftsjahr 2023 stellte Knof den Beschäftigten zudem höhere Bonuszahlungen in Aussicht: Wenn sich die „positive Entwicklung der Bank wie erwartet fortsetzt“, sei man zuversichtlich, dass auch die Mitarbeiter für 2023 eine höhere variable Vergütung erhalten, sagte der Vorstandschef. Die Bank erwartet im laufenden Jahr einen Anstieg des Gewinns um 57 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Bei der Mitarbeiterumfrage im Sommer 2023 hatte laut „Handelsblatt“ eine Mehrheit der Befragten angegeben, dass sie nicht an den Erfolg der aktuellen Strategie glaubt und kein Vertrauen ins Topmanagement hat.

Zudem würden immer weniger Beschäftigte ihren Freunden und Bekannten empfehlen, Kunde der Commerzbank zu werden. Knof führt sie vor allem auf den starken Arbeitsplatzabbau der vergangenen Jahre zurück: „Wir haben es nicht geschafft, alle Prozesse im gleichen Tempo zu automatisieren und zu digitalisieren“, sagte er. Das habe zu einer hohen Arbeitsbelastung für die Beschäftigten geführt.

Das Management wolle nun aber Abhilfe schaffen. „In den nächsten vier Jahren investieren wir wieder mehr als zwei Milliarden Euro in die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen.“ (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Commerzbank-Filiale (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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