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Der Automarkt wird durch das Internet revolutioniert

Längst hat sich der online Automarkt zum größten Automarkt entwickelt. Es gibt nirgends wo viele Autokäufe und -Verkäufe wie im Internet. Das ist nicht verwunderlich, denn das Internet verbindet die Geschäftspartner weltweit – im Fall des online Automarkts ist das Deutschland oder Europa. Die Auswahl der Fahrzeuge, die den Kaufinteressenten online zur Verfügung steht, wird immer größer. Durch eine Auswahl von momentan über 1 Mio. günstige gebrauchte Autos zum Verkauf wächst die Wahrscheinlichkeit für die Käufer, genau das Wunschauto zu finden, was gesucht wird. Dazu kommt, dass das World Wide Web in Hinsicht auf den Automarkt noch immer am günstigsten ist, denn dort kann ein jeder, durch eine gute Recherche so manches Schnäppchen finden.

Das „traditionelle“ Geschäftsmodell Autohändler gerät unter Druck

Nicht nur das bisherige Geschäftsmodell der Autohändler gerät unter Druck, sondern auch die Autohersteller, denn selbst beim Neukauf sind die Verbraucher beim online Shopping angekommen. Die Kunden machen immer mehr positive Erfahrungen mit den online Einkäufen und übertragen diese auf den Kauf eines Fahrzeugs. Zudem werden die Neuwagenkäufer immer älter mit einem Durchschnittsalter von 53 Jahren. Zudem zeigen Studien auf, dass 10% der Neuwagen bereits online verkauft werden. Das ist eine Zahl die sich bis 2020 verdoppeln soll. Bereits jetzt nutzen 97% der Neuwagenkäufer das Internet, um sich Informationen zu beschaffen, während 44% bereit wären, bei einem entsprechenden Angebot, eine online Bestellung aufzugeben. Entsprechend drängen immer mehr Anbieter auf den Markt.

Die Chancen für den deutschen Automarkt: insgesamt gut

Das die Chancen für einen Aufschwung des deutschen Automarkts gut stehen, dazu tragen im wesentlichen drei Dinge bei: die gute Konjunkturentwicklung, der stabile Arbeitsmarkt und die steigende Anzahl der Führerscheininhaber. Dennoch wird von den Experten für die kommenden Jahre ein verhaltener Anstieg beim Neuwagenverkauf prognostiziert. So soll dieser auf maximal drei Millionen jährlich steigen, wobei der durchschnittliche Preis von aktuell rund 28.300€ bis 2020 auf knapp über 30.000 Euro steigen soll. Daraus resultiert ein Marktvolumen von circa 90 Milliarden Euro. Bei den Gebrauchtwagen erwarten die Experten bis Ende des Jahrzehnts einen Umsatz von über 72 Milliarden Euro jährlich. Hier gehört der online Vertrieb von Gebrauchtwagen zu den Gewinnern.

Wichtige Eckdaten zum Automarkt 2020

In Deutschland sind etwa 50 Millionen Einwohner im Besitz eines Führerscheins. Sie bilden damit das Potenzial für die Autoindustrie. Um mehr als 500.000 Personen wird diese Gruppe bis 2020 wachsen und der PKW-Bestand wird in den kommenden Jahren auf über 45 Millionen Fahrzeuge anwachsen. Aktuell liegt das Durchschnittsalter eines Pkws bei rund neun Jahren und dieses wird sich in den kommenden Jahren kaum verändern. Dabei wird der Anteil der Pkw Käufer im Alter über 60 Jahre von aktuell 29% auf mehr als ein Drittel ansteigen. Auf Frauen sind rund 15 Millionen PKW zugelassen und bis 2002 werden es mehr als 16 Millionen sein. Laut einer BBE-Studie könnte der Anteil des Online Neuwagenkaufs von 9% auf 16% in den nächsten fünf Jahren ansteigen. Anders verhält es sich bei den Gebrauchtwagen. Der Anteil der verkauften bzw. gekauften Pkws liegt derzeit bei 26% und wird bis 2020 auf ein Drittel anwachsen.

Immer mehr Dieselfahrzeuge online zu finden

Aufgrund der drohenden Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge wollen immer mehr Deutsche ihre Pkws loswerden. Das zeigt, dass das Ansehen der Diesels bei den deutschen Autofahrern stark gelitten hat. Dazu beigetragen haben ohne Frage der Abgasskandal und das drohende Fahrverbot der Selbstzünder. Viele der in Deutschland ungeliebten Diesel-Gebrauchtwagen finden über das Internet nun in Mittelost- und Südosteuropa eine neue Verwendung – das allerdings zum Leidwesen der Umweltschützer. Einer der großen Abnehmer alter Gebrauchtwagen aus Westeuropa ist Rumänien. Die Zahl der registrierten Diesel-Gebrauchtwagen wuchst laut der Kfz-Zulassungsstelle von 2017 bis 2018 um mehr als 31.000 Fahrzeuge. Das Geschäft mit den Gebrauchtwagen boomt auch in Tschechien. Petr Prikryl vom tschechischen Verband der Gebrauchtwagenhändler erklärte dass es sich schon fast um eine „Invasion“ handelt. Die Importeure sind in Deutschland aktiv und nutzen es selbstverständlich aus, dass die deutschen Verbraucher verunsichert sind. Von den in Tschechien inserierten Importgebrauchtwagen stammen 63% aus Deutschland, wie eine Marktuntersuchung eines großen mittelosteuropäischen Gebrauchtwagenhändlers ergab. 60% dieser Fahrzeuge verfügen über einen Dieselmotor. Der Anteil der Diesel-Fahrzeuge im benachbarten Slowenien lag sogar bei 78%. Bei den deutschen Autohändlern macht sich diese Entwicklung ebenfalls bemerkbar. Knapp 33% von ihnen wird direkt von den ausländischen Händlern kontaktiert, die dann die Diesel-Fahrzeuge abkaufen.

Der Online Automarkt – wichtige Fakten in der Angebotsbeschreibung

Die Hauptantreiber hinter dem online Automarkt sind ohne Frage die Autobörsen. Diese vermitteln nur zwischen zwei Geschäftspartnern und sind nicht direkt am Geschäft beteiligt. Dort finden sich zumeist nur Gebrauchtwagen, wobei die Situation sich bereits so entwickelt hat, dass es auch Händler gibt, die sich auf den online Fahrzeugmarkt spezialisiert haben. Sie haben einen Vorteil: Sie kaufen eine größere Menge an Fahrzeugen ein und können diese günstiger anbieten. Doch der Service ist mit den Vertragshändlern nicht vergleichbar. Ebenfalls finden sich die EU-Importwagenhändler online, wo die Kunden deutlich günstigere Preise erhalten als im Autohaus. Die meisten Käufe von privat werden jedoch auf dem Gebrauchtwagenmarkt, dem größten online Automarkt abgewickelt. Hier sind die Preise schon längst nicht mehr zu niedrig wie einst, doch mit Geduld und einer intensiven Suche gibt es noch immer Schnäppchen. Ein Nachteil ist hier, dass der Markt riesig ist und damit ebenfalls ein Feld für Betrug und schlechte Qualität darstellt.

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