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Die Schweiz und Liechtenstein unterzeichnen Handelsabkommen mit UK

Regierungsrätin Aurelia Frick, Bundesrat Guy Parmelin und der britische Handelsminister Liam Fox haben am Montag, 11. Februar 2019 in Bern ein Abkommen über die zukünftigen Handelsbeziehungen zwischen den drei Staaten unterzeichnet. Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Liechtenstein und der EU und damit zwischen Liechtenstein und UK werden heute neben dem EWR-Abkommen über das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und der EU vom 22. Juli 1972 geregelt. Dieses Abkommen wurde über ein Zusatzabkommen auf Liechtenstein ausgedehnt. Das Freihandelsabkommen schafft eine Freihandelszone für Industrieprodukte. Dieses Abkommen wurde wie auch später das Agrarabkommen zwischen der Schweiz und der EU auf Liechtenstein ausgedehnt. Mit dem Brexit verlieren diese beiden Abkommen ihre Anwendbarkeit auf UK. Die Schweiz hat im Rahmen ihrer "Mind the Gap Strategie" mit UK ein Handelsabkommen abgeschlossen, das insgesamt sechs der bilateralen Abkommen Schweiz-EU im Verhältnis zu UK weiterführt. Zwei dieser Abkommen - das Freihandelsabkommen und das Agrarabkommen - werden analog zu den Abkommen Schweiz-EU über ein Zusatzabkommen auf Liechtenstein ausgedehnt. Die Abkommen treten im Fall eines geordneten Austritts nach dem Ende der Übergangsfrist, im Fall eines ungeordneten Austritts am 30. März 2019 in Kraft. Die Weiterführung des zollfreien Handels mit Industrieprodukten ist somit in jedem Szenario gewährleistet. "Für unsere exportorientierten Unternehmen schafft dieses Abkommen Rechtssicherheit und stellt die zukünftigen Handelsbeziehungen auf ein starkes Fundament" ist Aurelia Frick überzeugt. Regierungsrätin Aurelia Frick traf sich am Rande der Unterzeichnung zu einem bilateralen Gespräch mit Handelsminister Liam Fox. Die beiden Minister waren sich einig, dass das Handelsabkommen einen wichtigen ersten Schritt zur Regelung der zukünftigen Beziehungen darstellt. Die Partnerschaft zwischen Liechtenstein und UK soll aber möglichst schnell durch weitere Abkommen vertieft werden.

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