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Die Zukunft der Digitalwirtschaft

Digitalwirtschaft - Die Zukunft der DigitalwirtschaftDrei Themen prägen die Digitalbranche 2017 – Künstliche Intelligenz, Automatisierung und Personalisierung. Zu dieser Einschätzung kommen 22 Digitalexperten die für eine Trend-Studie befragt wurden.
  • 65 Prozent der Experten erkennen in der Personalisierung und Individualisierung von Gütern und Dienstleistungen den wichtigsten Trend für das Jahr 2017. Das betrifft vor allem solche Herstellungsprozesse und Anpassungsmöglichkeiten, mit denen Kunden ihre Käufe nach eigenen Wünschen anpassen können. Möglich wird das beispielsweise durch Entwicklungen wie den 3D-Druck und Big-Data-Analysen, die dabei helfen, die Wünsche der Kunden schneller aufgreifen zu können.
  • Mit rund 55 Prozent der Expertenstimmen landet die Automatisierung auf Platz 2 der wichtigsten Trends der Branche. Bedeutsam ist dieser Trend vor allem für die Werbeindustrie: Dabei werden Werbebotschaften automatisch an die Interessen oder das Surfverhalten der Kunden angepasst, wodurch die Inhalte für Kunden relevanter werden und die Unternehmen letztlich mehr Umsatz erwirtschaften können. Außerdem dürften künftig vermehrt Chatbots eingesetzt werden, die Nutzern bei Fragen oder Schwierigkeiten auf den betreffenden Unternehmensseiten weiterhelfen.
  • Den dritten Platz belegen künstliche Intelligenzen, die jeder zweite Befragte für einen wichtigen Zukunftstrend hält. Nach Ansicht der Experten werden künstliche Intelligenzen die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft verändern. So könnten beispielsweise Nachrichtenartikel von ihnen erstellt werden, sie könnten den Online-Kundensupport übernehmen oder selbstständig Autos fahren. Der tatsächliche Einfluss von künstlichen Intelligenzen lässt sich allerdings noch nicht vollständig einschätzen, denn bisher befinden sich diese noch in der Testphase und haben längst keine Serienreife erreicht.

Eine digitale Infrastruktur?

Damit sie auf diese Trends angemessen reagieren und sie nutzen kann, benötigt die Digitalbranche eine leistungsstarke Daten-Infrastruktur, die das infolge der neuen Technologien höhere Datenvolumen bewältigen kann. Dabei nehmen die Rechenzentren der Provider eine wichtige Rolle ein, denn sie speichern, verwalten und analysieren die durch die Digitalisierung entstehenden Datenströme. Unternehmen, die über keine eigenen Rechnerzentren verfügen, können bei Providern wie 1&1 entsprechende Cloud-Hosting-Angebote in Anspruch nehmen und so ihre Projekte online betreiben. Besonders mittelständische Unternehmen profitieren von dieser Möglichkeit: Sie verfügen meist nicht über die Mittel um eigene Rechenzentren zu errichten, können durch die Cloud-Lösungen aber trotzdem mit den Großen der Branche im Netz konkurrieren.

In der Cloud angekommen

Jahrelang galt gerade der deutsche Mittelstand als rückständig und das Sorgenkind der Digitalisierung. Doch dieser Umstand hat sich in den vergangenen Jahren deutlich geändert, denn mittlerweile übernimmt der Mittelstand eine Vorreiterrolle bei der Nutzung neuer Technologien. Inzwischen nutzen über 85 Prozent der Mittelständler eine Cloud-Lösung, planen diese oder befinden sich in einem Umstrukturierungsprozess. Damit unterliegt fast die gesamte Branche einem Wandel und nutzt oder entwickelt neue Technologien. Besonders häufig greifen Unternehmen auf das sogenannte Cloud-Computing zurück. Dadurch können Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungen ausgelagert und Dateien Mitarbeitern unabhängig von ihrem Aufenthaltsort zugänglich gemacht werden. Das erleichtert vor allem international tätigen Mittelständlern die Arbeit, da Mitarbeiter so auch im Außeneinsatz auf Kundendaten oder Unterlagen zugreifen können und nicht länger an ihren Büroarbeitsplatz gebunden sind.

Fachkräfte gesucht

Die voranschreitende Digitalisierung belebt auch den Arbeitsmarkt: Momentan suchen Unternehmen händeringend nach IT-Fachkräften, um die digitale Transformation im eigenen Betrieb umzusetzen. Laut einer Studie von Bitkom beklagen dabei 70 Prozent aller Unternehmen einen Fachkräftemangel – über 51.000 offene Stellen für IT-Experten verzeichnet allein der deutsche Arbeitsmarkt. Diese Knappheit könnte sich in Zukunft noch weiter verschärfen, wenn Politik und Wirtschaft nichts dagegen unternehmen.

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