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EKD-Ratsvorsitzender wegen Kippa-Debatte besorgt

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, hat mit Bestürzung auf die Aussagen des Antisemitismus -Beauftragten Felix Klein zum Tragen der Kippa reagiert. "Es macht mich unendlich traurig, dass wir in unserem Land überhaupt diese Diskussion führen müssen. Und ich schäme mich dafür", sagte Bedford-Strohm den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). "Die einzig angemessene Reaktion darauf ist null Toleranz gegenüber dummen antisemitischen Sprüchen oder allen anderen Formen von antisemitischen Angriffen auf Juden. Und zwar null Toleranz nicht nur seitens des Staates, sondern seitens jedes einzelnen Bürgers", sagte der bayerische Landesbischof. Er fügte hinzu: "Antisemitismus widerspricht allem, wofür das Christentum steht." Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung Klein hatte zuvor Juden davor gewarnt, überall in Deutschland die Kippa aufzusetzen. Den Funke-Zeitungen sagte Klein: "Ich kann Juden nicht empfehlen, jederzeit überall in Deutschland die Kippa zu tragen. Das muss ich leider so sagen." Seine Meinung habe sich "im Vergleich zu früher leider geändert", so der Regierungsbeauftragte. Foto: Evangelische Kirche, über dts Nachrichtenagentur

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