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Ermittler gehen nach Zugunglück von menschlichem Versagen aus

Schienen, über dts NachrichtenagenturLaut eines Berichts gehen die Ermittler nach dem schweren Zugunglück im bayerischen Bad Aibling von einem menschlichen Versagen aus: Die Fehlentscheidung eines Fahrdienstleiters im Stellwerk von Bad Aibling sei offenbar der Grund für das Zugunglück, wie das „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ aus Ermittler-Kreisen erfuhr. Demnach hat ein Bahnbediensteter das automatische Signalsystem ausnahmsweise außer Kraft gesetzt, um einen verspäteten Triebwagen „quasi von Hand durchzuwinken“. Der Triebwagen hätte rechtzeitig einen sogenannten Begegnungspunkt erreichen müssen, an dem die ansonsten eingleisige Strecke zweigleisig ausgebaut ist.

Der Triebwagen habe es aber nicht rechtzeitig bis zu diesem Punkt geschafft. Eine offizielle Bestätigung für den Bericht gab es zunächst nicht. Bei einem Frontal-Zusammenstoß von zwei Nahverkehrs-Zügen im oberbayerischen Bad Aibling waren am Dienstagmorgen zehn Menschen ums Leben gekommen, 17 Menschen wurden schwer und 63 weitere leicht verletzt.

Bahn: Kein Funkloch an Bad Aiblinger Unglücksstrecke

Die Deutsche Bahn hat einen Zeitungsbericht zurückgewiesen, wonach es an der Unglücksstrecke bei Bad Aibling „ein gefährliches Funkloch“ gegeben haben könnte. Die Bahn prüfe regelmäßig ihr digitales Zugfunknetz GSM-R, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit. Bei der letzten Überprüfung wurde demnach festgestellt, dass für die Strecke Kolbermoor-Bad Aibling die vollständige Funkausleuchtung gewährleistet sei.

„Die Behauptung der Stuttgarter Zeitung entspricht somit nicht den Tatsachen und ist schlichtweg falsch.“ Entgegen einer weiteren Behauptung der Zeitung sei auch die Sendeleistung des Zugfunks nicht reduziert gewesen.

Foto: Schienen, über dts Nachrichtenagentur

 

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