Beim Zusammenstoß des in den USA registrierten Öltankers Stena Immaculate mit dem unter portugiesischer Flagge fahrenden Frachtschiff Solong in der Nordsee wird ein Besatzungsmitglied vermisst, und die Brände sind noch nicht gelöscht. Die Stena Immaculate, die Düsentreibstoff geladen hatte, erlitt mehrere Explosionen, nachdem ihr Ladetank gerissen war, während die Solong Behälter mit hochgiftigem Natriumcyanid transportierte. Sechsunddreißig Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden, einer musste ins Krankenhaus eingeliefert werden, aber die Suche nach dem vermissten Besatzungsmitglied der Solong wurde abgebrochen. Notfallteams, darunter die britische Küstenwache und Feuerlöschschiffe, bekämpfen weiterhin die Flammen, da sie gefährliche Dämpfe befürchten. Ein Teil des Treibstoffs ist in der Nähe der Humber- Mündung ins Meer ausgelaufen, so dass eine Verunreinigung von Meereslebewesen befürchtet wird. Die Ermittlungen zur Absturzursache dauern an, wobei ein falsches Spiel nicht ausgeschlossen werden kann. Die Maritime and Coastguard Agency prüft mögliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Verschmutzung, während die Marine Accident Investigation Branch begonnen hat, Beweise zu sammeln. Umweltgruppen, darunter Greenpeace, warnen vor schwerwiegenden ökologischen Risiken sowohl durch den Treibstoff als auch durch eine mögliche Zyanidbelastung. Verkehrsministerin Heidi Alexander lobte die schnelle Reaktion der Rettungskräfte, während die britische Regierung die Situation als „äußerst besorgniserregend“ bezeichnete. Die Mündung des Humber bleibt für den Schiffsverkehr gesperrt, was sich auf die Fährrouten auswirkt. Die Behörden beobachten die Situation genau, während die Eindämmungsmaßnahmen fortgesetzt werden, da die toxische Gefahr weiter besteht und die Ursache noch unklar ist.
