Ernst: Chinesische Investitionen sichern auch Arbeitsplätze

Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Bundestag, Klaus Ernst (Linke), ist der Ansicht, dass die Investitionen chinesischer Unternehmen in Deutschland einer klaren Strategie der Regierung in Peking folgen. „Die Chinesen investieren gezielt in Bereiche, in denen sie strategische Interessen durchsetzen wollen“, sagte Ernst der „Passauer Neuen Presse“ (Mittwochsausgabe). „Dabei spielt in Deutschland der Know-How-Transfer in den Bereichen eine wichtige Rolle, wo China einen Schwerpunkt für seine künftige Entwicklung legt.“

Ernst räumte aber ein, dass chinesische Investoren durch ihr Engagement auch Arbeitsplätze in Deutschland sicherten. „Anders als angelsächsische Hedgefonds sind sie bisher nicht durch arbeitnehmerfeindliches Verhalten aufgefallen“, sagte er. Um sich grundsätzlich gegen chinesischen Übernahme-Hunger zu wappnen, bräuchten Deutschland und Europa eine wirtschaftspolitische Strategie. Und sie müssten, so Ernst, definieren, was zu deren Durchsetzung notwendig sei: „Dazu kann auch gehören, Regeln zu schaffen oder zu verschärfen, um ausländische Investitionen – nicht nur der Chinesen – aus sicherheitspolitischen oder strategischen Gesichtspunkten oder weil kritische Infrastruktur betroffen ist, nicht zuzulassen.“

Foto: Chinesische Flagge, über dts Nachrichtenagentur

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