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Erste Projekte für EU-Verteidigungsunion

Die EU-Staaten haben sich auf zunächst 16 konkrete Projekte für die künftige militärische Zusammenarbeit von 23 EU-Mitgliedern verständigt. Das berichtet das "Handelsblatt" (Montagsausgabe) unter Berufung auf Verhandlungskreise. Deutschland soll demnach bei vier Projekten die Führung übernehmen: Logistik, Sanität, Ausbildungsmissionen und Krisenreaktion. Mit den Projekten soll die ständige strukturierte Verteidigungszusammenarbeit Gestalt annehmen, welche die EU-Außenminister am 11. Dezember beschließen werden. Unter deutscher Führung wird ein Netzwerk logistischer Knotenpunkte EU-weit aufgebaut. Diese "Hubs" sollen der Unterstützung von Kriseneinsätzen dienen. Europäische Eingreiftruppen sollen so erheblich schneller zum Einsatzort gelangen. Denn es soll künftig klar sein, wo in der EU welches Material lagert, und wie es schnell zum Einsatzort gebracht werden kann. Ab 2020 sollen die Knotenpunkte bereit stehen. Ebenfalls ab 2020 soll das "EU-Medical Command" einsatzfähig sein, in das die Bundeswehr ihr fliegendes Krankenhaus einbringt. Es soll dafür ein europäisches Hauptquartier geben, sowie eine Rettungskette nach gemeinsamen Standards für alle Einsätze. Die Führung übernimmt Deutschland zudem für ein Zentrum für militärische Ausbildungseinsätze und bei einem Projekt, welches Kriseneinsätze beschleunigen soll. An diesen beiden Projekten sind jeweils auch Frankreich, Italien und Spanien beteiligt. Bei der Cyberabwehr übernehmen Estland und Litauen die Führung, Deutschland hat einen Beobachterstatus. Belgien und Italien übernehmen die Führung bei der Konzeption neuer Systeme für die Marine. Foto: EU-Fahnen, über dts Nachrichtenagentur

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