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EU verlangt nach Hackerangriff in den USA Konsequenzen

Computer-Nutzer, über dts NachrichtenagenturNach den Cyberattacken in den USA werden in der Europäischen Union Konsequenzen gefordert. „Die jüngsten Angriffe zeigen, dass wir dringend mehr für die Sicherheit im Internet tun müssen, wenn wir nicht auf mittlere Sicht eine Katastrophe erleben wollen“, sagte Andreas Schwab, CDU-Binnenmarktexperte im Europaparlament der „Welt“. „Es gab in den vergangenen Jahren viele Weckrufe.“

Die EU-Kommission entwickelt derzeit Standards für die Zertifizierung und die Kennzeichnung von ans Internet angeschlossenen Produkten. Als eine Option wird die Vergabe von Vertrauenskennzeichnungen geprüft. Der deutsche EU-Digitalkommissar Günther Oettinger sagte der „Welt“: „Wir brauchen im Bereich `Internet of things` natürlich noch stärkere Sicherheitsvorkehrungen.“ Die Industrie müsse stärker in die Pflicht genommen werden, fordert die SPD im Europaparlament. „Viele Geräte für das Internet der Dinge landen viel zu schnell auf dem Markt, ohne dass ihre Sicherheit ausreichend getestet wurde“, sagte Martina Werner, industriepolitische Sprecherin der Europa-SPD. „In den Händen von Hackern kann plötzlich auch der internetfähige Kühlschrank zur Waffe gegen wichtige IT-Systeme eingesetzt werden.“

Firmen fürchten Internet der Dinge

Die Online-Attacke gegen Amazon, Netflix, Paypal und Twitter, bei der die Angreifer das Internet der Dinge (Fachbegriff „Internet of Things“, IoT) breitflächig eingesetzt hatten, um die Websites durch eine Flut von Anfragen zu bombardieren und dadurch lahmzulegen, wird kein Einzelfall bleiben, befürchten weite Teile der deutschen Wirtschaft. Eine aktuelle Umfrage der LeaseWeb Deutschland GmbH bei 100 vorwiegend mittelständischen Firmen hatte zutage gefördert, dass beinahe drei Viertel (73 Prozent) der Unternehmen das „Internet of Things“ als eine Hauptursache für erhöhte Sicherheitsanforderungen einstufen.

Kameras, Router und Drucker werden zum Risiko

„Wenn es Kriminellen gelingt, eine ganze Armee aus Kameras, Druckern, Routern und auch Kaffeemaschinen, Glühbirnen, Toastern, Waschmaschinen und sonstigen Büro- und Haushaltsgeräten, die alle mit dem Internet verbunden sind, zielgerichtet eine Firma angreifen zu lassen, reichen die Schutzmaßnahmen der meisten Unternehmen für die Abwehr kaum aus“, befürchtet Benjamin Schönfeld, Geschäftsführer der LeaseWeb Deutschland GmbH. LeaseWeb ist eines der weltweit größten Hosting-Netzwerke mit mehr als 65.000 Servern, die über die LeaseWeb Security Plattform gut gewappnet sind. „Unternehmen können mit wenig Aufwand auf Hackerangriffe reagieren und Gefahren wie DDoS-Angriffe vermindern, indem sie ihre Sicherheitsvorkehrungen individuell anpassen können“, sagt Schönfeld.

Gleichzeitig verweist der LeaseWeb Deutschland Chef auf Prognosen, denen zufolge noch vor dem Jahr 2020 rund 25 Milliarden Geräte mit Internetanschluss weltweit im Einsatz sein sollen. „Viele dieser Geräte stammen von Herstellern weißer und brauner Ware, die einfach einen WLAN-Zugang hinzufügen und vielleicht noch eine App dazu programmieren lassen, aber in der Regel von IT-Sicherheit wenig Ahnung haben“, befürchtet Benjamin Schönfeld. Dadurch könnten möglicherweise bald Milliarden von Hausgeräten weltweit mit Sicherheitslöchern im Netz sein, die von Kriminellen über das Internet zu ferngesteuerten Angriff-Robots umfunktioniert werden. Lediglich ein Prozent der von LeaseWeb befragten 100 vorwiegend mittelständischen Unternehmen halten ein solches Szenario für „abwegig“, das heißt, 99 Befragte stufen es als immerhin „denkbar“ ein.

Echtzeit-Abwehr von DDoS-Angriffen durch LeaseWeb Security-Plattform

Bei den jüngsten Angriffen auf Amazon, Netflix, Paypal und Twitter handelt es sich durchweg um DDoS-Attacken. Gegen diese Bedrohung bietet LeaseWeb einen Application Security Service an, mit dem ein Unternehmen mit wenig Aufwand auf Hackerangriffe reagieren kann. Das Risiko von DDoS-Attacken reduziert sich durch die individuellen Sicherheitsvorkehrungen. Sie können zudem permanent mögliche Gefährdungspotenziale analysieren und verdächtigen Datenverkehr überwachen, um Datendiebstähle zu verhindern. Der LeaseWeb-Dienst umfasst eine Web-Application-Firewall (WAF), Threat-Intelligence-Support durch Application Security-Experten sowie ein rund um die Uhr besetztes Security Operations Center.

Teil des Services ist eine Web-Application-Firewall mit Verhaltenserkennung, die in das LeaseWeb Content Delivery Network (CDN) integriert ist. Bei der Verhaltenserkennung kommen verbesserte Techniken zur Erkennung von Bedrohungen zum Einsatz. „Technologie zur Beschleunigung von Websites wird mit End-to-End-Sicherheit und DDoS-Abwehr im Netzwerk kombiniert. LeaseWeb Application Security ist für beliebige Web-Anwendungen einsetzbar, unabhängig von Hosting-Infrastruktur, Standort und Provider“, erklärt Benjamin Schönfeld.

Foto: Computer-Nutzer, über dts Nachrichtenagentur

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