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Festgeldkonten – was die verzinsten Geldanlagen auszeichnet

Angesichts der anhaltend niedrigen Zinspolitik seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) sind insbesondere deutsche Sparer auf der Suche nach Alternativen. Dazu gehören auch Festgeldkonten, die über die gesamte Laufzeit einen konstanten Zins bieten. Wodurch zeichnen sich Festgeldkonten aus, wie hoch sind die Zinssätze, und wie wird ein Festgeldkonto eröffnet und wieder gekündigt? Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten Sie hier.

Was ist ein Festgeldkonto?

Festgeld wird auch Termingeld genannt und gehört aktuell zu den beliebtesten Anlageformen. Es wird für einen fest vereinbarten Zeitraum auf einem Festgeldkonto zu einem festgeschriebenen Zinssatz angelegt. Während der Laufzeit ist ein Zugriff auf das Konto nicht möglich, da regelmäßig eine vorzeitige Kündigung ausgeschlossen ist. Wird eine Kündigung während der Laufzeit doch angeboten, muss der Anleger finanzielle Einbußen, zum Beispiel Zinsverlust, hinnehmen. Die Details finden sich im Kleingedruckten des jeweiligen Anbieters und lassen sich durch einen Festgeld Vergleich ermitteln . Das Festgeldkonto weist diese signifikanten Merkmale auf:
  • Der Anlagezeitraum für ein Festgeldkonto ist mittelfristig ausgerichtet und variiert zwischen einigen Monaten und bis zu zehn Jahren.
  • Für ein Festgeldkonto wird ein Zinssatz vereinbart, der über den gesamten Zeitraum konstant und im Vergleich mit anderen Geldanlagen relativ hoch ist.
  • Ein Festgeldkonto hat eine fest vereinbarte Laufzeit, sodass währenddessen keine Zugriffsmöglichkeit auf das Guthaben besteht.
  • Ein Festgeldkonto bietet Anlegern Planungssicherheit. Da die Zinsen für die gesamte Laufzeit im Zeitpunkt des Vertragsschlusses festgeschrieben sind, steht die Rendite von Anbeginn fest.
  • Es lässt sich mit wenig Aufwand abschließen und macht keine Arbeit.
  • Für alle Banken innerhalb der Europäischen Union (EU) gilt die Einlagensicherung mit garantierten 100.000 Euro.
Es gibt einen Grund, warum Banken für ein Festgeldkonto Zinsen zahlen. Der vom Sparer investierte Geldbetrag ist für einen vertraglich vereinbarten Zeitraum fest angelegt. Damit sich Banken bei der EZB billiges Geld leihen können, um beispielsweise Investitionskredite zu finanzieren, brauchen sie Eigenkapital als Sicherheit . Insoweit dienen Festgeldkonten der Eigenkapitalbeschaffung, wofür Sparer mit Zinsen belohnt werden.

Ein Festgeldkonto eröffnen

Um ein Festgeldkonto eröffnen zu können, ist eine Legitimation erforderlich. Sie wird regelmäßig mit dem traditionellen Postident-Verfahren durchgeführt, wenn der Anbieter des Festgeldkontos keine Filiale vor Ort hat. Das ist meistens bei Direktbanken der Fall. Das Postident-Verfahren kann bei jeder Postfiliale durchgeführt werden. Diese Legitimation ist aufgrund des Geldwäschegesetzes erforderlich, um sich für den Vertragsschluss zu identifizieren. Um am Postident-Verfahren teilnehmen zu können, müssen die Unterlagen für das Festgeldkonto sowie der Postident-Coupon zur Post mitgebracht werden. Die Unterlagen für die Eröffnung des Festgeldkontos werden vorab auf der Website des jeweiligen Anbieters heruntergeladen und ausgefüllt, was gleichermaßen für den Coupon gilt. Außerdem müssen für das Identifizierungsverfahren Ausweisepapiere wie ein gültiger Personalausweis oder ein Reisepass bei der Post vorgelegt werden. Anhand dessen prüft der Mitarbeiter die Identität des Antragstellers, scannt den Coupon und trägt die Daten in ein Formular ein. Dieser Vorgang wird durch die Unterschrift des Antragstellers bestätigt. Anschließend werden die Unterlagen an den Anbieter verschickt. Das Postident-Verfahren ist für Verbraucher kostenfrei. Zahlreiche Direktbanken ersetzen das Postident-Verfahren durch das Videoident-Verfahren, um ihren Kunden den Gang zur Post zu ersparen. Voraussetzung ist ein Computer mit Webcam sowie ein Personalausweis oder Reisepass zur Überprüfung der Identität. Wer keine Webcam hat, jedoch im Besitz eines neuen Personalausweises mit einer Ausweisnummer ist, kann ihn für die Identifizierung nutzen.

Festgeldkonten richtig managen

Auch für Festgeldkonten gibt es Anlegerstrategien. 1. Pro Anleger sind sie bis zu 100.000 Euro über die Einlagensicherung abgesichert. Es ist möglich, bei mehreren Banken jeweils ein Festgeldkonto mit maximal 100.000 Euro einzurichten. Auf diese Weise lassen sich auch höhere Beträge sicher anlegen. Von Fachleuten wird empfohlen, mehrere Angebote zu nutzen und die Beträge auf mehrere Banken innerhalb der EU zu verteilen. 2. Eine weitere Anlagestrategie ist, Festgeldkonten mit unterschiedlichen Laufzeiten abzuschließen. Abhängig von der Wahl der jeweiligen Laufzeiten, zum Beispiel für ein, zwei, drei oder mehr Jahre wird jeweils Festgeld fällig, sodass immer Geld zur Verfügung steht. Mit dieser Strategie bleiben Anleger flexibel. Gleichzeitig können sie unterschiedliche Zinsniveaus ausnutzen, die bei kürzeren Laufzeiten regelmäßig geringer ausfallen. 3. Wer sich für ein Festgeldkonto außerhalb Deutschlands entscheidet, sollte europäische Staaten wählen, deren Rating bei AAA oder AA liegt, denn die europäische Einlagensicherung gilt nicht in allen Ländern Europas. Um Zinsen zu erhalten, muss der Auszahlungsstichpunkt abgewartet werden. Das kann während der Laufzeit, aber auch zum Ende eines Vertrags sein. Wichtig für Anleger zu wissen ist außerdem, dass auf die Zinsen Abgeltungssteuer und der Solidaritätsbeitrag zu entrichten sind. Die Steuerlast auf Zinsen kann jedoch durch den Sparerfreibetrag reduziert werden.

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