FH und TU Dortmund kooperieren

FH und TU Dortmund kooperieren

Dank einer Kooperationsvereinbarung zwischen FH und TU Dortmund können Bachelor-Studierende unserer Fachhochschule aus den Fachbereichen Maschinenbau und Informations- und Elektrotechnik auflagenfrei in das universitäre lehramtsbezogene Master-Studium (in NRW) an der TU einsteigen.

Zwischen 2010 und 2030 werden zwei Drittel der Lehrerinnen- und Lehrerstellen in NRW neu besetzt – insgesamt sind das etwa 100.000 Einstellungen. Vor allem die Jobchancen für Lehrkräfte an Berufskollegs sind exzellent: Dort besteht ein Bedarf von jährlich 600 Kräften, denen derzeit nur rund 400 Universitäts-Absolventinnen und -Absolventen gegenüber stehen. Um mehr Kandidatinnen und Kandidaten für das Lehramt an Berufskollegs zu gewinnen, gibt es die Möglichkeit des „Seiteneinstiegs“.

„Wir freuen uns, dass wir durch unsere regionalen Aktivitäten ein Modell mit Partnern entwickeln konnten, das unseren Studierenden eine zweifache Qualifizierung ermöglicht“, so Prof. Dr. Wilhelm Schwick, Rektor der Fachhochschule Dortmund. In diesem Fall zunächst als „Bachelor of Engineering“ in einem ingenieurwissenschaftlichen Studienfach an der FH und anschließend als „Master of Education, Berufsbildung – Maschinentechnik / Elektrotechnik“ für das Lehramt an Berufskollegs an der TU Dortmund.

Wechsel ohne Auflagen

Durch die Kooperation ist es Studierenden der FH Dortmund möglich, auflagenfrei zu wechseln, das heißt: Für diesen Studiengang werden vorab keine fachdidaktischen und bildungswissenschaftlichen Vorkenntnisse oder Schulpraktika erwartet. „Wir konnten mit dem ‚Berufsbildungsmaster‘ bereits in den letzten Semestern die Zahl der Studierenden, die einen Lehramts-Abschluss in technischen beruflichen Fachrichtungen anstreben, deutlich erhöhen“, sagt Prof. Dr. Metin Tolan, Prorektor der TU Dortmund. „Die Kooperation mit der FH ist ein wichtiger Schritt, Nachwuchs für die gewerblich-technische Lehrerbildung im Land zu gewinnen.

Klaus Manegold, Leiter des Robert-Bosch-Berufskollegs und Projektleiter des Regionalen Berufsbildungszentrums, unterstreicht den Bedarf: „Wir brauchen an den Berufskollegs dringend gut ausgebildete Lehrkräfte, ganz besonders, wenn sie über einschlägige Berufserfahrungen verfügen.“ Um den Status Quo an Lehrkräften in den hier angesprochenen Berufsfeldern Metall-, Elektro- und Informationstechnik in Nordrhein-Westfalen halten zu können, müssen etwa 70 Lehrkräfte mit der beruflichen Fachrichtung Metalltechnik und rund 50 Lehrkräfte mit Elektrotechnik jährlich eingestellt werden.

Attraktivität der Region

Das Ziel der Kooperation, auch langfristig den Bedarf an Lehrkräften in den Berufskollegs am Standort zu sichern, ist für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sowie für die Attraktivität der Region von großer Bedeutung. „Um die regionale Wirtschaft wettbewerbsfähig zu halten, bedarf es zukünftig nicht nur einer akademisch ausgerichteten Fachkräftestrategie. Vielmehr muss ihr ein adäquates Angebot aller beruflichen Qualifikationen zur Verfügung stehen“, erläutert Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund. „Der Schulterschluss von FH und TU Dortmund ist somit ein weiterer Heimvorteil.“

Durch die enge Kooperation der Fachhochschule Dortmund, der Technischen Universität Dortmund, dem Regionalen Berufsbildungszentrum und der Wirtschaftsförderung Dortmund entsteht ein hervorragendes Netzwerk zur Unterstützung der Lehrerausbildung für berufsbildende Schulen in der Region.

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