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So findest Du Hilfe für die Steuererklärung

Diese Frage beschäftigt nicht nur die Unternehmer, sondern alle Steuerpflichtigen in Deutschland und wird immer dringender, wenn der Stichtag, der 31. Mai näher rückt und damit der letzte Tag für die Abgabe der Steuererklärung.

In Deutschland gibt es von juristischer Seite kein „Muss“ einen Steuerberater einzuschalten um seine Steuererklärung zu erstellen und beim zuständigen Finanzamt einzureichen. Allen Steuerpflichtigen, sei es Arbeitnehmern, Unternehmern und Freiberuflern stehen die verschiedensten Alternativen zur Erstellung der Steuererklärung zur Verfügung. So kann die Steuererklärung selbst erstellt werden mithilfe von Bekannten oder Verwandten, es kann auf einen Buchführungsservice zurückgegriffen werden, einen Unternehmensberater oder eine Steuersoftware. Eine weitere Alternative ist, die Erklärung wird in die Hände von Fachleuten, den Steuerberatern, gelegt, wie Steuerberatern und Lohnsteuerhilfevereinen.

Wenn sich Belege und Formulare auf dem Tisch überhäufen

Für die meisten ist die Steuererklärung auch nach vielen Berufsjahren immer wieder eine große Herausforderung. Rückt der Stichtag näher, dann überhäufen sich auf vielen Schreib – oder Küchentischen Berge von Belegen und Formularen, gleich neben den Erklärungsblättern der Steuerverwaltung und dem Taschenrechner. Als Vorlage dient für den Arbeitnehmer die Vorjahres-Erklärung und Unternehmer und Freiberufler brüten über ihren Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen. Bis das die Erklärung erstellt ist, vergehen Stunden und der Steuerpflichtige wird von einem mulmigen Gefühl begleitet, eine wichtige Absetzmöglichkeit vergessen zu haben oder das sich ein Fehler eingeschlichen hat, der letztendlich viel Geld in Form einer Nachzahlung bedeuten kann.

So manch einer flucht vor sich hin und schimpft über das komplizierte Steuersystem in Deutschland und sehnt sich Hilfe herbei – und diese gibt es zuhauf in Form von Lohnsteuerhilfevereinen und Steuerberatern. Doch diese gibt es nicht kostenlos. So verlangt beispielsweise ein Steuerberater schnell einmal einige hundert Euro für eine Standarderklärung und dieser Betrag muss über die Steuererstattung wieder hereingeholt werden. Wer den hohen Kosten von einem Steuerberater entkommen will, der kann sich auch an die sogenannten Lohnsteuerhilfevereine wenden, die deutlich günstiger sind. An diese können sich Arbeitnehmer, Auszubildende, Rentner, Beamte und Pensionäre wenden, die Freiberufler und Gewerbetreibenden allerdings nicht. So dürfen die Einkünfte aus Vermietung & Verpachtung, Kapitalvermögen und sonstige Einkünfte die 13.000 Euro Marke nicht überschreiten und bei Ehepaaren 26.000 Euro, wenn die Hilfe von einem Lohnsteuerhilfeverein in Anspruch genommen werden soll. Im Bezug auf das Einkommen sind keine Grenzen vorgegeben.

Steuerberater oder Lohnsteuerverein?

Nicht immer ist es notwendig, denn Gang zum Steuerberater anzutreten, denn die Lohnsteuerhilfevereine bieten den Arbeitnehmern oftmals eine ähnliche wertvolle Unterstützung auf dem Weg durch den Steuerdschungel. Das Prinzip eines Lohnsteuerhilfevereins ist schnell erklärt: Die zu entrichtenden Mitgliedsbeiträge sind nach den Einnahmen der Mitglieder sozial gestaffelt. Dazu kommt eine einmalige Aufnahmegebühr in den Verein. Als Gegenleistung für den Jahresbeitrag kann dann das komplette Serviceangebot des Vereins genutzt werden und der Steuerpflichtige kann sich von den spezialisierten Mitarbeitern beraten lassen und das, das ganze Jahr über.

Der Lohnsteuerhilfeverein stellt einen guten Mittelweg dar, zwischen der Steuersoftware und dem Steuerberater. So fallen die Kosten für den Lohnsteuerhilfeverein zwar im Vergleich zu einer handelsüblichen Steuersoftware etwas höher aus, aber dafür nehmen die Spezialisten dem Steuerpflichtigen die meiste Arbeit bei er Anfertigung der Steuererklärung ab. Im Vergleich zu dem Steuerberater stellt der Verein eine fachlich ebenbürtige, aber deutlich günstigere alternative dar.

Fazit ist hie, dass ein Lohnsteuerhilfeverein sich für die Arbeitnehmer, Rentner etc. lohnt, die sich nicht selbst mit ihrer Einkommenssteuererklärung auseinandersetzen wollen oder können und dennoch eine maximale Steuerersparnis erreichen wollen und das mit einem überschaubaren finanziellen Aufwand.

Eine gute Beratung ist oftmals „Gold wert“

In Deutschland gibt es laut dem BDL geschätzt rund 800 Lohnsteuerhilfevereine, worunter sich sehr kleine befinden, die nur lokal arbeiten oder auch große, die über hunderttausende Mitglieder verfügen und bundesweit Beratungsstellen betreiben. Wer einen Lohnsteuerhilfeverein in seiner Nähe sucht, der kann das am einfachsten über das Internet bewerkstelligen. So verfügt die Webseite steuern.de, die wertvolle Tipps zur optimalen Steuererklärung für Arbeitnehmer, Rentner und Gewerbe- & Selbstständige bereitstellt, auch über eine ausführliche Beratungsstellensuche. Dort kann der Steuerpflichtige bei Bedarf Steuerberater, Rechtsanwälte für Steuerfragen, Buch- und Lohnbuchhalter sowie Wirtschaftsprüfer einfach und ohne großen Aufwand, kostenlos und unverbindlich finden.

Aber nicht nur eine fachliche Beratung erhält der Steuerpflichtige bei den Lohnsteuervereinen und Steuerberatern, sondern es kann auch von einer Fristverlängerung bis zu 31. Dezember profitieren und das ohne Antrag. Nur wenn eine weitere Fristverlängerung bis zum 28. Februar des folgenden Jahrs erhalten, dann allerdings nur mit einem zusätzlichen Antrag.

Vom Gesetz her ist genau geregelt, welches Beratungsangebot ein Lohnsteuerhilfeverein offerieren darf und das sollte bei jedem Verein gleich sein. Jedoch ist das von einem Laien nur schlecht einschätzbar und aus diesem Grund sollte der Lohnsteuerhilfeverein nach dem persönlichen Eindruck ausgesucht werden. Gewerbetreibenden, Selbstständige und Arbeitnehmer, die aus einer selbstständigen Tätigkeit Einnahmen erzielen, können die Hilfe von einem Lohnsteuerverein nicht in Anspruch nehmen. Für sie bleibt nur der Weg zum Steuerberater, dessen Gebühren höher ausfallen wie beim Verein. Aber auch hier sind die zu entrichtenden Vergütungen genau geregelt und hier gilt: Je höher das Einkommen und je aufwendiger der Steuerfall, desto höher fällt die Rechnung aus.

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