Video: Flughafen in Barcelona überflutet – verheerende Unwetter

Video: Flughafen in Barcelona überflutet – verheerende Unwetter


Die Regenfluten haben Spanien hart getroffen. Mehr als 200 Menschen haben die schweren Unwetter nicht überlebt, so viel ist sicher. Doch die genaue Zahl der Opfer und Vermissten ist auch sechs Tage nach der Katastrophe noch unklar. Die Wassermassen haben nun auch die Region um Barcelona erreicht und dort für massive Überschwemmungen gesorgt.

Zerstörung und Chaos in den betroffenen Regionen

In den südöstlichen Landesteilen Spaniens, insbesondere in den Provinzen Murcia und Alicante, haben sintflutartige Regenfälle in den letzten Tagen zu schweren Überschwemmungen geführt. Ganze Ortschaften standen teilweise meterhoch unter Wasser, Straßen und Brücken wurden zerstört. Viele Häuser und Gebäude wurden durch die Wassermassen schwer beschädigt oder gar vollständig fortgerissen.

Die Rettungskräfte sind im Dauereinsatz, um Vermisste zu suchen und Menschen aus den überfluteten Gebieten in Sicherheit zu bringen. Hunderte Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen und in Notunterkünften Zuflucht suchen. Die Infrastruktur in den betroffenen Regionen ist vielerorts massiv beeinträchtigt – Strom- und Wasserversorgung sind teilweise ausgefallen, der Verkehr ist stark behindert.

Besonders betroffen ist die Provinz Murcia, wo die Schäden katastrophale Ausmaße angenommen haben. Hier kamen mindestens 6 Menschen ums Leben, Dutzende weitere gelten noch als vermisst. Ganze Landstriche stehen unter Wasser, Felder und Plantagen sind zerstört. Die Behörden sprechen von den schlimmsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten in dieser Region.

Die Suche nach Vermissten läuft auf Hochtouren

Die Rettungskräfte sind weiterhin mit Hochdruck dabei, nach möglichen Vermissten zu suchen. Da viele Straßen und Wege durch die Wassermassen zerstört oder unpassierbar geworden sind, gestaltet sich die Suche äußerst schwierig. Hubschrauber und Drohnen werden eingesetzt, um aus der Luft nach verschütteten oder fortgespülten Menschen Ausschau zu halten.

Viele Angehörige bangten um das Schicksal ihrer vermissten Familienmitglieder. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, sich bei Vermisstenmeldungen zu melden, damit niemand übersehen wird. Gleichzeitig warnen sie jedoch auch vor Falschmeldungen und Panikmache in den sozialen Medien.

Die Regierung hat für die am stärksten betroffenen Regionen den Notstand ausgerufen und umfangreiche Hilfsmaßnahmen angekündigt. Finanzielle Unterstützung, der Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur und psychologische Betreuung für die Opfer sollen die schlimmsten Folgen der Katastrophe abmildern.

Barcelona ebenfalls betroffen

Nachdem die sintflutartigen Regenfälle zunächst die südöstlichen Landesteile heimgesucht hatten, erreichten die Wassermassen nun auch die Region um die Metropole Barcelona. Dort kam es zu großflächigen Überschwemmungen in mehreren Stadtvierteln.

Straßen verwandelten sich in reißende Flüsse, Geschäfte, Wohnhäuser und öffentliche Gebäude wurden überflutet. Der Flughafen von Barcelona musste vorübergehend den Betrieb einstellen, da start- und landebahnen unter Wasser standen. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen oder umgeleitet.

Die katalanischen Behörden riefen die Bürger auf, ihre Häuser möglichst nicht zu verlassen und Schutz zu suchen. Rettungskräfte waren im Dauereinsatz, um Menschen aus den überschwemmten Gebieten zu evakuieren. Berichte über Verletzte oder Tote aus Barcelona gibt es bislang nicht.

Meteorologen befürchten weitere Unwetter

Die Meteorologen rechnen damit, dass die Unwetter in den nächsten Tagen anhalten werden. Weitere Regenfälle und Sturmböen werden erwartet, die die Situation in den betroffenen Regionen noch weiter verschärfen könnten.

Die Behörden warnten die Bevölkerung, weiterhin sehr vorsichtig zu sein und Anweisungen der Rettungskräfte unbedingt zu befolgen. Vor allem in Küstennähe und in Flussnähe bestehe nach wie vor akute Hochwassergefahr.

Ministerpräsident Pedro Sánchez versprach, dass die Regierung alles Notwendige unternehmen werde, um den Opfern und Betroffenen schnell und unbürokratisch zu helfen. „Wir werden keine Mühen scheuen, um die Folgen dieser Katastrophe zu bewältigen“, sagte er.

Die Aufräumarbeiten und der Wiederaufbau werden die betroffenen Regionen noch lange Zeit beschäftigen. Experten gehen davon aus, dass die Schäden in die Milliarden Euro gehen werden. Es wird eine enorme Herausforderung sein, die zerstörte Infrastruktur wieder instand zu setzen und den Menschen ein Dach über dem Kopf zu bieten.

Insgesamt zeigt sich: Die Unwetter in Spanien haben eine Dimension angenommen, die an eine Naturkatastrophe grenzt. Die Behörden und Rettungskräfte sind im Dauereinsatz, um Menschenleben zu retten und die schlimmsten Folgen abzumildern. Doch die Aufarbeitung der Schäden wird die betroffenen Regionen noch lange beschäftigen.

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