Forderung an Nordkorea: Unterstützung Russlands soll gestoppt werden

Forderung an Nordkorea: Unterstützung Russlands soll gestoppt werden


Von mehreren Seiten wird nun ein Stopp bei der Unterstützung russischer Kriegsanstrengungen gegen die Ukraine von Nordkorea gefordert. „Eine fortgesetzte militärische Unterstützung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine durch Nordkorea wird mit einer angemessenen Reaktion beantwortet werden. Die Europäische Union stimmt sich in dieser Angelegenheit mit ihren internationalen Partnern ab, auch was die Reaktionen betrifft“, so EU-Chefdiplomat Josep Borrell. Dieser einseitige, feindselige Akt Nordkoreas habe schwerwiegende Folgen für den Frieden und die Sicherheit Europas. Auch die Verteidigungsminister der USA und Südkoreas forderten Nordkorea auf, seine Truppen aus Russland abzuziehen. US-Verteidigungsminister Lloyd Austin betonte, die Vereinigten Staaten würden „weiterhin mit Verbündeten und Partnern zusammenarbeiten, um Russland davon abzuhalten, diese Truppen im Kampf einzusetzen“. Auf der Pressekonferenz mit dem südkoreanischen Kollegen Kim Yong Hyun beschreibt Austin dies als eine gefährliche und destabilisierende Aktion. Ob die nordkoreanischen Truppen wirklich in den Kampf geschickt werden, bleibe noch abzuwarten, doch es bestehe eine „hohe Wahrscheinlichkeit“ dafür. Nach Austins Angaben bewegen sich nordkoreanische Truppen bereits in russischen Uniformen und mit russischer Ausrüstung in Richtung der Region Kursk an der Grenze der Ukraine vor. Von südkoreanischer Seite äußert sich Kim Yong Hyun zu dem Einsatz nordkoreanischer Truppen und sagt, dass es zusätzlich „zu einer Eskalation der Sicherheitsbedrohungen auf der koreanischen Halbinsel führen kann“. Dies sei auf die „hohe Wahrscheinlichkeit“, dass Pjöngjang im Austausch für den Einsatz seiner Streitkräfte Technologietransfers von Moskau verlangen werde, zurückzuführen. Damit könnten durch taktische Atomwaffen, Interkontinentalraketen und Aufklärungssatelliten die Waffenprogramme Nordkoreas unterstützt werden. Von russischer Seite erklärte der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja im UN-Sicherheitsrat, dass die militärische Zusammenarbeit mit Nordkorea nicht gegen internationales Recht verstoße. Da sich die Zusammenarbeit Nordkoreas und Russlands nicht gegen Drittländer richte, sei sie legitim. „Ich möchte betonen, dass die russische Interaktion mit der DVRK im militärischen und anderen Bereichen im Einklang mit dem internationalen Recht steht und keine Verletzung desselben darstellt. Sie ist nicht gegen Drittländer gerichtet“, erklärt Nebensja. Ob nordkoreanische Truppen im Kampf gegen die Ukraine eingesetzt werden und welche Folgen dies nach sich zieht, bleibt abzuwarten.

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