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Freiburg treibt Forschungsstandort für Energiewende voran

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Das Land Baden-Württemberg und die Fraunhofer-Gesellschaft investieren insgesamt etwa 7,2 Millionen Euro, um in Freiburg die wissenschaftlichen Grundlagen für die Energiewende weiter voranzutreiben: Am 1. Januar 2015 beginnt die Pilotphase für das „Leistungszentrum Nachhaltigkeit“ der Universität Freiburg und der Fraunhofer-Gesellschaft. „Wir sind hocherfreut über die Förderzusage und sehen uns darin bestätigt, dass dieses neuartige Kooperationsformat zwischen Universität und Fraunhofer zukunftsweisend und auch für die Wirtschaft attraktiv ist“, sagt Prof. Dr. Gunther Neuhaus, Prorektor für Forschung der Albert-Ludwigs-Universität. „Das Zentrum wird Freiburg in der Nachhaltigkeitsforschung international sichtbar machen.“
Aus den Mitteln werden bis zu zwölf Projekte mit einer Laufzeit von je drei Jahren finanziert, an denen Forscherinnen und Forscher der Universität und der Freiburger Fraunhofer-Institute beteiligt sind. Die ersten sechs sind bereits ausgewählt: Sie befassen sich unter anderem mit nachhaltiger LED-Beleuchtung, Flüssigkraftstoffen für die Speicherung erneuerbarer Energien, der Erfassung von Umweltdaten zur Abschätzung von Georisiken oder Werkstoffen, die sich nach Vorbildern aus der Natur selbst reparieren. Die Auswahl der weiteren Pilotprojekte soll im Februar 2015 erfolgen.
Die Universität und die fünf Freiburger Fraunhofer-Institute gehen unter dem Dach des Leistungszentrums eine langfristige strategische Allianz ein. Sie verknüpfen das breite Fächerspektrum der Volluniversität und deren Stärken in der Grundlagenforschung mit der ingenieurwissenschaftlich-angewandten Fraunhofer-Forschung. Die Schlüsselthemen sind nachhaltige Werkstoffe, Energiesysteme, Resilienzforschung und resiliente Ingenieurssysteme sowie ökologische und gesellschaftliche Transformation. Das geplante Institut für nachhaltige Ingenieurssysteme an der Technischen Fakultät der Universität Freiburg soll der ingenieurwissenschaftliche Kern des Leistungszentrums werden. Koordinatoren des Leistungszentrums sind Gunther Neuhaus und Prof. Dr. Stefan Hiermaier, stellvertretender Leiter des Fraunhofer-Instituts für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut.
Ziel ist darüber hinaus, Unternehmen in zusätzlichen, industriefinanzierten Projekten einzubinden. Auf diese Weise soll der Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse in marktfähige Produkte und Dienstleistungen gelingen. Als ersten Partner aus der Wirtschaft hat das Leistungszentrum den Messtechnikhersteller Endress + Hauser gewonnen. Zudem will es Formate für Bürgerbeteiligung erforschen und selbst anwenden. Dahinter steht die Annahme, dass die Transformation hin zu einer nachhaltigen Lebensweise nur im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern gelingen kann. Über Fachtagungen, Workshops und andere Formate soll sich ein Netzwerk herausbilden, das Wissenschaft, Industrie, Politik, Verwaltung, Privatleute sowie weitere Akteure verbindet. Aus ihm sollen Projektideen, Innovationen und Vorschläge zur Lösung offener Fragen hervorgehen.

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