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Frontex-Direktor verteidigt sich in Pushback-Debatte

Fabrice Leggeri, Direktor der EU-Grenzschutzbehörde Frontex, hat sich umfänglich gegen Vorwürfe verteidigt, wonach Frontex an illegalen Zurückweisungen von Migranten durch die griechischen Behörden beteiligt gewesen sei. "Ich hatte schon vor Monaten Zweifel, ob dort alles in Ordnung ist und habe mich mit der griechischen Regierung in Verbindung gesetzt", sagte Leggeri der "Welt" (Samstagausgabe). Demnach habe er im Juni und Juli sowohl per Videokonferenz als auch bei einem Besuch vor Ort das Thema angesprochen: "Ich habe angeregt, Ermittlungen einzuleiten. Dies hat Griechenland gemacht und mir wurde versichert, dass keine grundsätzlichen Rechte verletzt worden sind."

Seine Zweifel seien ausgeräumt. Er habe Bilder, wie Migranten auf Rettungsinseln im Meer ausgesetzt wurden, selbst gesehen: "Deswegen habe ich ja auch entschieden, dass das mit den griechischen Behörden besprochen werden muss. Grundsätzlich ist es aber auch so: Wenn wir diese Bilder sehen, müssen wir uns auch fragen: Woher kommen diese Bilder?" Es sei nicht immer klar, was die Quelle ist, sagte der Frontex-Direktor. Ein internationaler Verbund aus verschiedenen Medien und Nichtregierungsorganisationen hatte am Wochenende berichtet, Frontex habe Kenntnis davon, wie griechische Beamte Migranten, die zuvor per Boot aus der Türkei gekommen sind, zurück in Richtung türkische Gewässer bringt - ohne ihnen die Chance zu geben, Asyl zu beantragen. Er sei sich dessen bewusst, "dass Frontex nicht alles wissen kann", so Leggeri. Bezüglich jüngst laut gewordener Rücktrittsforderungen gegen seine Person, antwortete er ausweichend: "Ich konzentriere mich darauf, sicherzustellen, dass Frontex seine Mission erfüllt." (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Grenze Nordmazedonien - Griechenland, über dts Nachrichtenagentur

 

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