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Fünf der acht Städte mit Mahnmalen für NSU-Opfer melden Attacken

Die Gedenkorte für Mordopfer des rechtsterroristischen "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) werden immer wieder attackiert. Laut eines Berichtes der "Welt am Sonntag" kam es in fünf der acht Städte mit Mahnmalen für NSU-Opfer zu Schändungen. Täter konnten bisher nicht ermittelt werden, so die Zeitung weiter.

In Kassel wurde 2014 der Gedenkstein für ein NSU-Opfer mit einer Bitumenmasse übergossen. In Rostock ist der Gedenkort für ein NSU-Opfer seit 2014 dreimal beschädigt worden. In Nürnberg wurde 2015 eine Gedenktafel von Unbekannten entfernt. Ferner war dort eine Stele im November 2017 mit einem Hakenkreuz beschmiert worden. In Heilbronn, wo die NSU-Terroristen eine Polizistin ermordet hatten, wurde 2008 eine Gedenkstele ausgegraben und in den Neckar geworfen. Außerdem besprühten 2014 Unbekannte dort eine Gedenktafel. Den Städten Dortmund, Hamburg und München sind keine Attacken bekannt. so die Zeitung weiter. Das Bundeskriminalamt führt eine Statistik mit abweichender Zählweise. Das BKA registriert bundesweit acht Straftaten gegen Gedenkorte für NSU-Opfer. Die Länderpolizeien bewerteten sie von 2010 bis 2018 als politisch motiviert. Sieben Fälle wurden dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet, ein Fall dem linksextremen. Zu den Delikten gehören die Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener, Sachbeschädigung, Störung der Totenruhe und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. "Zu den aufgeführten Delikten konnten bislang keine Tatverdächtigen ermittelt werden", teilte das BKA der Zeitung mit. Für 2019 liegen der Behörde noch keine Zahlen vor.

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