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Gabriel sieht noch keine Kriegsgefahr im Iran-Konflikt

Ex-Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) sieht den Iran-Konflikt trotz des Ultimatums der iranischen Führung an Europa "noch nicht an einer unmittelbaren Schwelle eines Krieges". Man müsse aber zugeben, dass ein militärischer Konflikt wahrscheinlicher geworden sei, sagte Gabriel am Donnerstag im Deutschlandfunk. Momentan verhalte sich der Iran auf maximalem Druck der USA mit minimalen Reaktionen, so der ehemalige SPD -Vorsitzende weiter. Es sei also merklich, dass der Iran nach wie vor die Hoffnung habe, dass das Atomabkommen erhalten werden könne. "Es zeigt, dass die Iraner zumindest nicht jetzt ein Interesse an einer schnellen Eskalation haben", so Gabriel. Europa sei für den Iran ein bedeutender Handelspartner, ebenso wie China und Russland. Jedoch sieht Gabriel die Länder als verpflichtet, mehr für den Iran zu tun. "Jedenfalls ist eins nötig: Europa muss sehr schnell eine gemeinsame Position finden und muss mit dem Iran verhandeln." Man müsse eine eigene Finanzinstitution finanzieren, die es ermögliche, diese Handelsplattform mit dem Iran zu unterstützen, so der SPD-Politiker. "Wir haben mit den Sanktionen der USA aber sehr begrenzte Möglichkeiten, weil Europa in hoher Abhängigkeit vom Dollar ist." Der Euro müsse dafür eine echte Alternativwährung werden. Für Gabriel muss sich Europa stärken, um ein weltpolitischer Akteur zu sein. "Wir haben es uns bequem gemacht und fanden das auch gut." Man müsse es dabei aber nicht belassen. "Wir müssen das lernen, in der Welt eine Rolle zu spielen", sagte Gabriel dem Deutschlandfunk. Foto: Sigmar Gabriel, über dts Nachrichtenagentur

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