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Giffey weist Kritik von Karliczek an Homo-Ehe zurück

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat die kritischen Äußerungen von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) zur Homo-Ehe zurückgewiesen. „Schon heute belegen Studien, dass sich Kinder in homosexuellen Partnerschaften genauso gut entwickeln wie in Familien mit Mutter und Vater. Was zählt, ist, dass sich Menschen liebevoll um ihre Kinder kümmern Kinder brauchen ein gutes Familienklima und gute Beziehungen zu denen, die für sie sorgen“, sagte Giffey dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagsausgaben).

Kindeswohl hänge nicht von der Familienkonstellation ab: „Wir im Familienministerium sehen es als unsere Aufgabe an, jede Familienkonstellation dabei zu unterstützen, dass Kinder gut aufwachsen können: Alleinerziehende, die Mutter-Vater-Familie und genauso auch Familien mit Eltern gleichen Geschlechts“, so Giffey. Bundesbildungsministerin Karliczek hatte die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare kritisiert. „Ich glaube so, wie wir es gemacht haben, war es nicht richtig“, sagte die CDU-Politikerin in einem am Dienstag ausgestrahlten Interview mit dem Fernsehsender n-tv. Die Ministerin forderte Langzeitstudien zum Wohlergehen von Kindern, die in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften aufwachsen. Ihr Eindruck sei, dass Kinder zu leiden hätten. „Solange Kinder diskriminiert werden in Schulen oder in irgendeiner Weise gemobbt werden – so lange haben wir ein Problem“, sagte Karliczek. Ihrer Auffassung nach sorge die Öffnung der Ehe und die rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare für einen tief greifenden gesellschaftlichen Wandel. „Wir verschieben eine ganze Gesellschaft und reden nicht mal drüber“, so Karliczek.

Foto: Anja Karliczek, über dts Nachrichtenagentur

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