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Gold kaufen – seine Rendite im Zeitverlauf

Eines der edelsten Metalle ist Gold, das steht außer Debatte. Denn es lässt sich sehr gut verarbeiten, denn es ist zugleich eines der dehnbarsten Metalle. Gold zeichnet sich durch seine charakteristische gelbe Farbe, den dauerhaften Glanz und einer hohen Dichte. Zudem gilt es als unvergänglich, da Sauerstoff, Kohlendioxid und Gase keinen negativen Effekt auf das Metall ausüben. Relativ häufig kommt das Edelmetall in gediegener Form daher und so verwundert es kaum, dass Gold schon sehr früh in der Menschheitsgeschichte eine ganz besondere Bedeutung innehatte. Sei es als Schmuck, Kultgegenstand oder als Zahlungsmittel.

Die Goldcharts – sie lassen sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen

In den Goldcharts lässt sich der Preis für eine Unze Gold in US-Dollar bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Die historischen Preis-Schwankungen im Goldchart sind im Vergleich zu der Entwicklung seit 1970 eher gering – mit einigen Ausnahmen. Zu Beginn des britisch-amerikanischen Krieges kam es zu signifikanten Ausbrüchen im Goldchart und ebenfalls zu Beginn des amerikanischen Bürgerkrieges. Doch selbst finanzpolitische Entscheidungen sind im Goldchart wiederzufinden, vor allem der sogenannte Nixon-Schock von 1971. Zu der Zeit hob der damalige US-amerikanische Präsident Richard Nixon die Garantie für den Umtausch von US-Dollar in Gold auf. Mit dieser Entscheidung hob er endgültig den Goldstandard auf und eben das bracht das Bretton-Woods-System zu Fall und den Beginn einer zehnjährigen Aufwärtsbewegung im Goldchart anstieß, wodurch der Goldpreis um das Fünfzehnfache stieg. Dieser Trend setzte sich nach einer Konsolidierungsphase von 20 Jahren seit der Jahrtausendwende fort.

Lohnt sich Gold heute noch als Anlage?

Gold wurde bereits in der Antike als Zahlungsmittel verwendet und war ein äußert begehrtes Metall. Selbst heute hat Gold nichts von seiner Faszination verloren und besonders in den finanziell unsicheren Zeiten entscheiden sich Investoren dazu, ihr Geld von den Börsen abzuziehen, um damit Gold kaufen zu können. Denn schließlich erhalten Sie einen physischen Gegenwert für das angelegte Geld, das als reales Zahlungsmittel dienen kann.

Eine Umfrage ergab, dass etwa drei von zehn Personen sich vorstellen kann, in physisches Gold zu investieren. Das ergab die Umfrage die vom Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Hessen in Auftrag gegeben wurde. Besonders die jüngeren Befragten sind in Gold als Geldanlage interessiert. Des Weiteren zeigte die Umfrage auf, dass rund 10% aller Befragten bereits in Gold investiert haben. Zum Vergleich: Rund 25% haben in geschlossene Fonds bereits einmal investiert und in sonstige nicht börsengehandelte Beteiligungen investierten bereits schon einmal 12%.

Jeder der Gold kauft, muss sich darüber bewusst sein, dass der Goldwert schwankt und weniger Rendite bringt, als eine durchdachte und breitgestreute Anlage in Fonds und/oder Aktien. Gold eignet sich hervorragend für, ein aktienbasiertes Portfolio etwas weniger anfälliger für die Schwankungen zu machen. Experten empfehlen, nicht mehr als 10% Gold in ein Aktienportfolio beizumischen.

Durchschnittliche Rendite pro Jahr Jährliche Schwankungen (1)
Nur Gold 3,8% 15,8%
Nur Aktien 8,6% 15,1%
90% Aktien, 10% Gold 8,4% 14,6%

(1) durchschnittliche Standardabweichung der monatlichen Renditen (annualisiert) Quelle: Bundesbank, Finanztip-Berechnung (Stand: 1. Februar 2019)

Investoren die sich dafür entscheiden Gold zu kaufen, die haben mehrere Möglichkeiten. Zum einen ist es möglich, Barren oder Münzen zu erwerben, das heißt physisches Gold zu erwerben. Oder es ist möglich in entsprechende Wertpapiere zu investieren, die an der Börse gehalten werden.

Physisches Gold in Form von Barren und Münzen kaufen

Der Preis des Goldes in Form von Münzen und Barren richtet sich nach deren Gewicht. Zumeist wird das Gewicht von Barren in Gramm angegeben und das Gewicht tendiert zwischen 1 Gramm bis hin zu 12.5 Kilogramm. Das Gewicht von Münzen variiert zwischen einer Unze (31.3 Gramm) und einer zehntel Unze. Was die Preisunterschiede bei gleich schweren Münzen und Barren angeht, so sind diese relativ gering. Allerdings sind die Barren aufgrund ihrer weniger aufwendigen Herstellung etwas günstiger im Vergleich zu den Münzen.

Beim Kauf von Goldbarren gilt es, darauf zu achten, dass diese ein Reinheit von mindestens 999,9 Tausendstel aufweisen. Zudem sollte der Barren durch die Londoner Rohstoffbörse LBMA zertifiziert sein. Ist das nicht der Fall, dann kann es passieren, dass Sie beim Verkauf mit einem leichten Abzug rechnen müssen.

Investoren die sich für den Kauf von Münzen entscheiden, die müssen beachten, dass es hier ein grosser Zweitmarkt existiert. Das bedeutet, dass die Münzen im Bedarfsfall nicht so schnell weiterzuverkaufen sind. Es gibt allerdings Goldmünzen, die sich als Geldanlage eignen, das sie in unlimitierter Auflage hergestellt werden. Dadurch kommt es nicht zu versteckten Preisaufschlägen:

Krügerrand Maple Leaf American Eagle China Panda
Britannia Wiener Philarmoniker Buffalo Nugget (Känguru)

Es ist nicht günstig, physisches Gold zu kaufen. Der Grund ist, dass der größte Bestandteil die Marge des Händlers ausmacht und diese macht sich durch den Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis bemerkbar. Je geringer das Gewicht ausfällt, desto höher ist die Differenz, denn im Vergleich zum reinen Goldwert sind die Herstellungs- und Vertriebskosten anteilig größer. Daher sollte beim Kauf nur auf seriöse und vertrauenswürdige Handelshäuser gesetzt werden, bei denen alles transparent aufgezeigt wird.

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