Hamburger Wirtschaft würde von einem europäisch-amerikanischen Freihandelsabkommen erheblich profitieren

Die Hamburger Wirtschaft würde von einem europäisch-amerikanischen Freihandelsabkommen (TTIP) besonders profitieren. Vorteile ergäben sich neben den sinkenden Zöllen vor allem aus erleichterten Sicherheitsvorschriften und Zertifizierungen, die den derzeitigen Austausch noch bürokratisch belasteten und damit verteuerten, sagte Handelskammer-Vizepräses Dr. Jens Peter Breitengroß bei einer Diskussionsveranstaltung zum anvisierten europäisch-amerikanischen Freihandelsabkommen im Rahmen der Delegationsreise des Hamburger Senats in die USA und nach Kanada.

Breitengroß erwartet für die USA durch die Öl- und Gasexplorationen und die damit verbundene geringere Abhängigkeit von Rohstoffimporten deutlich sinkende Energiepreise und eine Re-Industrialisierung in den kommenden Jahren. Dadurch könnten die Vereinigten Staaten wieder eine weltpolitische Leitfunktion übernehmen. Sollte es zu einem Zollabbau mit der Europäischen Union kommen, wäre Hamburg allein wegen des großen Handelsvolumens mit den USA einer der großen Gewinner, so Breitengroß in Anwesenheit unter anderen von Wirtschaftssenator Frank Horch und des deutschen Generalkonsuls Busso von Alvensleben im 42. Stock des Le Parker Meridien Hotels in New York. Die Vereinigten Staaten liegen an fünfter Stelle unter den Hamburger Handelspartnern. Etwa 1.000 hiesige Unternehmen haben Geschäftsbeziehungen in die USA, 120 Töchter von amerikanischen Firmen wiederum haben Niederlassungen in Hamburg.

Trotzdem rechnet die Handelskammer mit schwierigen TTIP-Verhandlungen: Als kritische Themen nannte Vizepräses Breitengroß „Landwirtschaft und Lebensmittel“. Weitere strittige Bereiche seien der Datenschutz, die EU-Kulturindustrie, der Zugang zum öffentlichen Beschaffungsmarkt sowie die Eigentums- und Urheberrechte. Die Hamburger Wirtschaft erhoffe sich aus einem erfolgreichen Abbau von Handelshemmnissen zwischen der EU und den USA außerdem einen Anstoß für eine neue Liberalisierungsdynamik im multilateralen WTO-Rahmen.

Quelle: Handelskammer Hamburg

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