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Helios Kliniken: kartellrechtliche Freigabe rückt näher

HELIOS erfüllt die Vorgaben für die Kartellfreigabe des Erwerbs von 40 Kliniken sowie 13 medizinischen Versorgungszentren der RHÖN-KLINIKUM AG und veräußert seine beiden Kliniken in Borna und Zwenkau. Darüber hinaus bleiben drei Kliniken (Boizenburg, Cuxhaven, Waltershausen-Friedrichroda) bei RHÖN. Die kartellrechtliche Freigabe wird nun kurzfristig erwartet. Mit einer Reihe von Personalentscheidungen für die neuen Regionen schließt HELIOS die Vorbereitungen zur künftigen Integration der Kliniken ab.
Die Kliniken der RHÖN Gruppe werden mit Abschluss der Transaktion in die regionale Struktur von HELIOS integriert, wobei es künftig elf anstatt bislang acht HELIOS Regionen geben wird. „Der Weg für den zügigen Abschluss der Übernahme ist frei. Ich bin froh, dass nun Klarheit besteht und wir die Zusammenarbeit mit den neuen Kolleginnen und Kollegen bald beginnen können“, so der Vorsitzende der HELIOS Geschäftsführung, Francesco De Meo.
Regionalgeschäftsführer der neuen HELIOS Region Bayern wird Martin Jonas (40). Jonas verantwortet bislang bei RHÖN die Region Ost und wird für die neue Aufgabe zu HELIOS wechseln. Jan Leister (36), bislang Geschäftsführer des HELIOS Klinikums Stralsund, wird Regionalgeschäftsführer der HELIOS Region Nord-West und tritt dort die Nachfolge von Reiner Micholka (52) an. Micholka wechselt als Regionalgeschäftsführer in die neue HELIOS Region Niedersachsen. Corinna Glenz (40), HELIOS Regionalgeschäftsführerin der HELIOS Region Süd, wird künftig die neue HELIOS Region Hessen führen. Die ebenfalls neu geschaffene HELIOS Region Baden-Württemberg verantwortet künftig Marcus Sommer (40), bisher Geschäftsführer des HELIOS Vogtland-Klinikums Plauen.
Wegen ihrer räumlichen Nähe zu HELIOS Klinikstandorten hat das Bundeskartellamt Bedenken hinsichtlich der kartellrechtlichen Zulässigkeit der Übernahme der RHÖN Kliniken in Boizenburg, Cuxhaven und Waltershausen-Friedrichroda durch HELIOS. Diese verbleiben daher bei RHÖN. Aufgrund der Markteinschätzung des Bundeskartellamtes für die Region Leipzig muss sich HELIOS zudem von seinen Kliniken in Borna und Zwenkau trennen. Sie liegen in räumlicher Nähe zum Herzzentrum und zum Park-Krankenhaus Leipzig, die HELIOS von RHÖN übernehmen wird. Käufer der Kliniken in Borna und Zwenkau ist die HCM SE, eine Vermögensverwaltungsgesellschaft für Beteiligungen im Gesundheitswesen, deren Alleinaktionär Eugen Münch ist. „Wir bedauern die Abgabe der Kliniken in Borna und Zwenkau sehr, denn es handelt sich um medizinisch und wirtschaftlich hervorragend aufgestellte Akutkliniken mit ausgezeichneten Mitarbeitern. Mit dem Verkauf erfüllen wir nun die vom Kartellamt übermittelten Vorgaben für eine Freigabe der Gesamttransaktion“, so Francesco De Meo.
Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 74 eigene Kliniken, darunter 51 Akutkrankenhäuser mit sechs Maximalversorgern in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin und Wuppertal sowie 23 Rehabilitationskliniken. Darüber hinaus hat die Klinikgruppe 35 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), fünf Rehazentren und 13 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.
HELIOS versorgt jährlich mehr als 2,9 Millionen Patienten, davon mehr als 780.000 stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über mehr als 23.000 Betten und beschäftigt rund 43.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2012 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 3,2 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.

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