Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht Tansania, um die Aufarbeitung der deutschen Kolonialherrschaft und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu fördern. Tansania war Teil von Deutsch-Ostafrika und erlebte während der Kolonialzeit Unterdrückung und Gräueltaten. Die Präsidentin von Tansania, Samia Suluhu Hassan, signalisiert Bereitschaft zu offiziellen Verhandlungen über das koloniale Erbe. Tansania möchte die Rückführung von menschlichen Überresten und Kulturgütern erwirken. Steinmeier betont die Notwendigkeit, das Wissen über die Kolonialvergangenheit zu erweitern und spricht von den „Gräueltaten der deutschen Kolonialbesatzung“. Die Reise zielt auch darauf ab, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu fördern, insbesondere im Tourismus und der Landwirtschaft. Tansania verfügt über reiche Bodenschätze, was seine Wirtschaftsaussichten positiv beeinflusst. Deutschland unterstützt Tansanias Stärkung von Demokratie und Rechtsstaat, um die Zusammenarbeit zu vertiefen.
