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Höhere Metro-Preise: Tote und Verletzte bei Protesten in Chile

Im Zuge von Protesten gegen höhere Metro -Preise in Chile hat es am Wochenende elf Todesopfer gegeben. Die Regierung verhängte den Ausnahmezustand, wozu unter anderem eine nächtliche Ausgangssperre gehört. Nach offiziellen Angaben starben die Opfer bei Vandalismusaktionen. So wurden in einer ausgebrannten Kleiderfabrik im Großraum von Santiago de Chile fünf Leichen gefunden. "Wir führen Krieg gegen einen mächtigen Feind, der bereit ist, Gewalt ohne Grenzen anzuwenden", sagte Chiles Präsident Sebastián Piñera. Die Proteste waren durch eine Erhöhung der U-Bahn-Preise von 800 auf 830 Pesos ausgelöst worden - was nach gegenwärtigem Eurokurs einem Preisanstieg von 99 Cent auf 1,02 Euro entspricht. Obwohl dieses Vorhaben mittlerweile gestoppt wurde, gingen die Proteste weiter und richten sich inzwischen gegen steigende Lebenshaltungskosten und andere soziale Missstände. Die Regierung sprach von mindestens 70 gewaltsamen Vorfällen, darunter 40 Supermarktplünderungen. Erstmals seit dem Ende der Pinochet-Diktatur 1990 wurde das Militär auf die Straßen geschickt, das teilweise brutal vorgegangen sein soll. Foto: Metro von Santiago de Chile, über dts Nachrichtenagentur  

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