IHK Erfurt: Konjunktur verliert an Tempo

Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt , zum Ifo-Geschäftsklimaindex: „Die Konjunktursorgen wachsen, der Ifo-Index sinkt zum vierten Mal in Folge. Das ist der tiefste Stand seit Juli 2013 – der Blick in die Zukunft zeigt sich deutlich skeptischer. Aufgrund der explosiven Lage in der Ostukraine ist das Stimmungstief keine Überraschung. Auch in der Thüringer Wirtschaft wird der Gegenwind stärker und der Optimismus in den Chefetagen lässt nach.“
„Die Zahlen sind enttäuschend. Ein ganzes Paket schlechter Konjunkturnachrichten verdirbt den Unternehmen die Sommerlaune“, analysiert der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, Gerald Grusser, die aktuellen Zahlen. Die Konjunktur bekomme leichte Kratzer. Nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr müssten die Industriefirmen ihre hohen Erwartungshaltungen nun erst einmal wieder herunterschrauben.
Dennoch bleibe die Grundstimmung positiv, gleichwohl die Abwärtsrisiken erkennbar zugenommen hätten. Aus Sicht der IHK entwickle sich der Russland-Konflikt immer mehr zu einem Konjunkturrisiko und so werde ein Wachstumsdämpfer für die kommenden Monate als realistisch betrachtet. Einen Anlass in Panik zu verfallen, sieht Grusser indes nicht: „Die Sanktionen sind ein Problem, stürzen die regionale Wirtschaft aber nicht in eine Krise“, betont der IHK-Chef. Zugleich warne die Kammer vor einer sich vertiefenden Spaltung zwischen Westeuropa und Russland, die auch vor dem Hintergrund der militärischen Auseinandersetzungen im Nahen und Mittleren Osten und wachsenden Spannungen in Südostasien schnell zu einer „erheblichen Konjunktureintrübung“ führen könne. Die IHK appelliert deshalb an die Verhandlungsführer möglichst rasch an den Tisch zurückzukehren und die Sanktionen zu überprüfen.

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