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Immobilienmarkt in Berlin bleibt dynamisch

Schon seit Jahren liegt Berlin voll im Trend und die bundesdeutsche Hauptstadt entwickelt sich mehr und mehr zum internationalen Hotspot. Das spiegelt sich auch in der aktuellen Immobiliensituation wider. Allein im Jahr 2014 ist Berlin um rund 45.000 Einwohner gewachsen und Experten gehen davon aus, dass sich an dem enormen Einwohnerzuwachs auch in absehbarer Zeit nichts ändern wird. Das Wohnungsangebot ist knapp und Berliner Immobilien sind bei Investoren begehrt. Milieuschutz und Mietpreisbremse sollen das Immobiliengeschäft in der Hauptstadt in die richtigen Bahnen lenken. Doch entgegen anfänglicher Befürchtungen scheinen die angekündigten Maßnahmen die Investoren bislang nicht abzuschrecken.

Nach neuer Infrastruktur folgt jetzt der Wohnungsbau

Nach der Wende musste sich die neue alte Hauptstadt erst einmal wiederfinden und die Puzzleteile einer lange geteilten Stadt mühsam wieder zusammensetzen. So erhielt Berlin in den 1990er-Jahren zunächst einmal die notwendige Infrastruktur, um die Funktion als Regierungssitz richtig ausfüllen zu können. Nach dem Bau von Ministerien, Botschaften und Büros wird das, was jahrzehntelang durch die Mauer getrennt war, nun mehr und mehr verbunden und auch die letzten Lücken schließen sich.
Berlin war seit jeher eine Mieterstadt und der Wohnraum war schon immer knapp. Derzeit ist das Wohnungsangebot so gering, dass es kaum noch einen Lehrstand gibt. Inzwischen sind selbst Wohnungen in den berühmt berüchtigten Plattenbauten in Marzahn und Hellersdorf bei Mietern und Käufern gefragt wie nie. Standen kurz nach der Jahrtausendwende in der Hauptstadt noch zahlreiche Wohnungen leer, hat sich das Bild inzwischen komplett geändert. Um der Wohnungsknappheit entgegenzuwirken, hat Berlin eigens eine Wohnungsbauleitstelle eingerichtet und ein Neubaubeauftragter soll dafür sorgen, dass Baugenehmigungen schneller erteilt und Neubauten schneller erstellt werden. Ein städtischer Ausschuss soll die insgesamt 27.000 städtischen Grundstücke zügig sichten und darüber entscheiden, welche sich für den Wohnungsbau verwenden lassen. Nach dem Willen des Senats sollen in Zukunft mehr als 10.000 Wohnungen in Berlin neu gebaut werden.

Mietpreisbremse und Milieuschutz

Der Immobilienmarkt in Berlin unterscheidet sich durchaus von dem im restlichen Bundesgebiet. Mit durchschnittlichen Mietpreisen von 10 bis 11 Euro pro Quadratmeter liegt Berlin etwas über dem bundesdeutschen Durchschnitt. In den vergangenen Jahren sind die Mietpreise in der Hauptstadt dennoch enorm gestiegen, denn noch vor wenigen Jahren waren Wohnungen in Berlin weitaus günstiger als in vielen anderen deutschen Städten. Der Anstieg der Mieten ist jedoch im Vergleich zum Anstieg der Immobilienpreise noch moderat, denn die Kaufpreise sind geradezu explodiert. Besonders Immobilien in den zentralen Bezirken der Stadt sind nach wie vor insbesondere bei ausländischen Investoren begehrt. Wie das „Frühjahrsgutachten Immobilienwirtschaft 2015“ bestätigt, hat sich der Aufwärtstrend bei den Mieten in Berlin allerdings abgeschwächt. Für das laufende Jahr rechnen die Experten nur noch mit einer Mietsteigerung von einem Prozent. Die Politik hofft die steigenden Mietpreise durch die seit Juli geltende Mietpreisbremse langfristig in den Griff zu kriegen, denn schon heute geben viele Berliner mehr als die Hälfte ihres Einkommens für die Miete aus.
Damit die Immobilienpreise in der Hauptstadt nicht weiter davon galoppieren und das Wohnen für die Einwohner noch bezahlbar bleibt, hat der Senat eine Umwandlungsverordnung beschlossen und für viele Bezirke einen Milieuschutz ausgerufen. Dort wo Milieuschutz herrscht, dürfen Mietshäuser nicht mehr in Eigentumswohnungen zerlegt werden. Schon jetzt gibt es in Berlin insgesamt 21 Schutzgebiete, darunter Pankow, Berlin-Mitte, Friedrichshain und Kreuzberg. Auch Luxusmodernisierungen sind in den Schutzgebieten genehmigungspflichtig. In Zukunft könnten weitere 11 Stadtgebiete mit Milieuschutz folgen.

Hat der Berliner Immobilienmarkt auch in Zukunft noch Potential?

Umwandlungsverordnung und Mietpreisbremse sollen den Aufwärtstrend bei Mieten und Immobilienpreisen stoppen und die Investoren von Luxussanierungen und Umwandlungen von Mietwohnungen in teure Eigentumswohnungen abhalten. Dennoch glaubt Jakob Mähren, Gründer und Geschäftsführer der Mähren Gruppe, dass der Berliner Immobilienmarkt auch in Zukunft durchaus noch Potential für Investoren hat. So hat das Unternehmen erst vor knapp einem Jahr 835 Berliner Wohnungen an einen schwedischen Investor verkauft. Schon jetzt hat das Unternehmen auch Randgebiete wie Marzahn oder Hellersdorf für mögliche Immobiliengeschäfte ins Auge gefasst. Jakob Mähren ist sich durchaus bewusst, dass die Mietpreise in der Stadt auf lange Sicht nicht mehr ins Unermessliche steigen können, sagt aber schon jetzt voraus, dass sich die viele Menschen in Zukunft die begehrten Bezirke Berlins nicht mehr leisten können, sodass auch die Randgebiete für Investoren interessanter werden.

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