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Immobilienpreise in Hamburg steigen weiter

Den Einkaufszentren und Hotels brechen die Umsätze aufgrund der Corona-Pandemie weg und damit ebenfalls die Renditen für Immobilien-Investoren. Die Stimmung der Experten befindet sich auf einem historischen Tiefstand. Wie wird sich der Hamburger und Schleswig-Holsteinische Markt nach der Corona-Krise entwickeln?

Eines ist sicher, viele träumen vom Eigenheim und die Suche geht oftmals über Jahre. Viele werden sich nicht davon abbringen lassen und ihren Traum verwirklichen. Dabei stellt sich eine Frage: Wie werden sich die Immobilien-Preise in Hamburg und Schleswig-Holstein in diesem Jahr entwickeln?

Hamburg bleibt weiter ein gefragter Wohnort


Wie sich die Preise in Zukunft entwickeln werden, ist laut dem LBS-Chef von zwei wichtigen Faktoren abhängig: Der Dauer der Corona-Pandemie und den wirtschaftlichen Auswirkungen.

Aber trotz alle dem: Hamburg ist und bleibt für viele Menschen ein attraktiver Ort, zum Wohnen und Arbeiten. Weiterhin wird das Angebot und hier besonders im preiswerteren Bereich, die Nachfrage weiterhin nicht decken können. Auch die Immobilen-Experten von Schulze & Filges Immobilien wissen aus ihrer langen Erfahrung, dass die Wohnimmobilien im letzten halben Jahr 2019 abermals angestiegen sind. Dies zeigt ebenfalls die Studie der LBS, die sie zusammen mit dem Institut F+B durchführte auf. Bei den Hamburg Wohnungen wurden die höchsten Preissteigerungen auf 5.053 Euro pro Quadratmeter verzeichnet. Das ist ein Anstieg von 12.7 Prozent. Selbst im Umland zogen die Wohnungspreise im Vergleich zum Vorjahr an. Hier liegen die Preise jetzt bei 2.527 Euro pro Quadratmeter.

Aktuell sind für bestehende Häuser in Hamburg pro Quadratmeter 4.543 Euro zu zahlen, das ist ein Preisanstieg von 12,3 Prozent. Die Preise im Umland stiegen im Durchschnitt um 10,8 Prozent auf 2.656 Euro pro Quadratmeter. In Hinsicht auf die Neubauten heißt es, dass diese kaum teurer sind, wie gebrauchte Immobilien. Allerdings sind die Eigentumswohnungen in Hamburg und im Umland deutlich teurer wie Neubauprojekte.

Hafencity und Alster " hier sind Immobilien am teuersten


Immobilienkäufer, die sich für Immobilien in den Hamburger Stadtteilen Othmarschen, Havestehude, Rotherbaum, Uhlenhorst und HafenCity interessieren, die müssen tief in die Tasche greifen. Hier sind die Immobilien am teuersten. Im Umland sind die höchsten Preise in Norderstedt, Ahrensburg, Osteeinbek, Rellingen, Schneefeld und Wentorf/Aumühle zu verzeichnen.

Die Immobilien Fachleute wissen Rat und geben den Käufern hilfreiche Tipps. Wer bspw. nicht unbedingt in Hamburg City wohnen möchte, der findet im Großraum Hamburg Immobilien, die verkehrsgünstig liegen und bezahlbar sind. Beispielsweise kann ein Kauf in Tornesch pro Quadratmeter Wohnfläche mehr als 1. im Vergleich zu einem Kauf in Schnelsen sparen. Der Immobilien Erwerb im Umland ist durchschnittlich um 34 Prozent für Neubauten und bis zu 41 Prozent bei Bestands-Immobilien günstiger als direkt in Hamburg. Für den Kauf einer Eigentumswohnung müssen im Umland knapp 39 Prozent weniger für eine Neubauwohnung bezahlt werden und für eine Neubauwohnung können sogar bis zu 50% Ersparnis drin. Beim Kauf einer Immobilie im Umland gilt es jedoch, den höheren Zeit- und Geldaufwand für das Pendeln zwischen Arbeitsplatz und Wohnort einzukalkulieren, sofern in Hamburg gearbeitet wird.

Wohneigentum in Hamburg wird aufgrund niedriger Zinsen bezahlbar


Einen Teil der Preisanstiege gleichen die im Vergleich zum Vorjahr nochmals gesunkenen Zinsen aus. Den Käufern ist es möglich, bei einem gleichen Budget eine rund 10 Prozent höhere Darlehnssumme zu tragen, wie im 2019. Ein Rechenbeispiel des LBS-Chefs zeigt auf, dass es möglich ist, mit einem Zinssatz von 0,83 Prozent plus 3 Prozent Tilgung mit einer gegebenen durchschnittlichen Kaltmiete von 848 Euro eine Finanzierung von rund 265.691 Euro zu tragen. Sollte der Käufer sogar Eigenkapital von 20 Prozent (empfohlen) einbringen, dann ist es ihm möglich, eine Eigentumswohnung mit 80 Quadratmeter und einem Preis von rund 318. zu erwerben. Bestehende Eigentumswohnungen werden in den 31 Stadtteilen in dieser Preisspanne angeboten.

Im Vergleich können neue Eigentumswohnungen nur in vier Stadtteilen erworben werden: in Jenfeld, Allermöhe, Billstedt und Neugraben-Fischbek.

Finanzierbare bestehende Häuser mit 120 Quadratmeter Wohnfläche sind im Hamburger Stadtgebiet auf Mietkostenniveau in 30 Stadtteilen zwischen 2.855 Euro und 3.951 Euro pro Quadratmeter zu finden. In 14 Stadtteilen sind Neubauten erhältlich, worunter sich vier befinden, in denen der qm-Preis unter 3.500 Euro liegt.

Ausblick


In Hamburg und dem Umland kommen aufgrund der Corona-Krise vorübergehend weniger Immobilien auf den Markt. Derzeit ist es schwer voraussehbar, welchen Einfluss die Covid-19 Pandemie auf die Entwicklung der Immobilienpreise haben wird. Der Vorstandsvorsitzende der LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg, Jens Grelle erklärte zudem, dass erste Marktanalysen bereits deutliche Angebotsrückgänge von rund 15 bis 25 Prozent auf den nordischen Bestandsmärkten ergeben haben. Seiner Ansicht nach wird sich an den Preisen kaum etwas verändern, solange der Wohnungs- und Immobilienmarkt aufgrund der Pandemie stagniert.

Es bleibt abzuwarten, ob das Angebot die Nachfrage in Hamburg weiterhin nicht decken kann und das besonders im günstigeren Segment. Dazu kommt noch, ob das Wohnen im Grünen, insbesondere das Haus mit Garten an Attraktivität weiterhin zunehmen wird und damit der Überlaufeffekt ins Umland weiter steigt. Genau das bleibt es abzuwarten.

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