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Internet-Kennzahlen: Teil 2 – die Domainpopularität

Internetkennzahlen Im ersten Teil unserer Serie haben wir deutlich gemacht, dass die Bewertung einer Online Präsenz, eines Webshops oder einer Website im Ranking der Suchmaschinen und somit auch ihr wirtschaftlicher Erfolg von einer Vielzahl von Faktoren abhängig sind, die sich durch gezielte Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung in gewissem Rahmen positiv beeinflussen lassen.

Um dabei aber entsprechende Erfolge zu erzielen, ist ein sorgfältiges Monitoring verschiedener Kennziffern und Parameter unabdingbar, denn SEO-Maßnahmen gelten als dynamischer Prozess, der ständig an aktuelle Erfordernisse angepasst werden muss. Genaue Kenntnis der verschiedenen Bewertungskriterien und Parameter sowie deren direkten Einfluss auf das Ranking bei Google & Co. gilt deshalb als Grundlage für den Erfolg.

Nachdem wir uns in der letzten Woche im Rahmen unserer umfassenden Serie über die verschiedenen Kennziffern in der Suchmaschinenoptimierung mit der Linkpopularität befasst haben, soll in dieser Woche die Domainpopularität ein wenig näher betrachtet werden.

Definition der Domainpopularität

Die Domainpopularität – auch DomainPop – drückt genaugenommen aus, wie häufig eine Domain, also die eindeutige Adresse einer Website, von anderen Domains verlinkt wird.

Im Gegensatz zur Linkpopularität, die angibt, wie viele Backlinks insgesamt auf eine Website zeigen, gibt die Domainpopularität an, wie viele unterschiedliche Domains einen oder mehrere Links auf die eigene Seite gesetzt haben. Dabei wird jede Domain nur einmal berücksichtigt, auch wenn von dieser verschiedene Links von unterschiedlichen URLs auf eine Website zeigen. Selbst wenn von jeder Unterseite einer Domain jeweils Link auf eine Zielseite weisen, ist die Domainpopularität in diesem Fall 1, denn es gilt nur die Domain als solche. Je höher diese Zahl, umso höher steigt die Website im Ranking.

DomainPop drängt Linkpopularität zunehmend in den Hintergrund

Für die Relevanz-Bewertung von Online Angeboten ist die DomainPop ein relativ starker Faktor, der die Linkpopularität nicht zuletzt im Zuge eines Lernprozesses der Suchmaschinen, zunehmend in den Hintergrund drängt. Während die Linkpopularität relativ leicht zu manipulieren ist, da sie auch den Fall berücksichtigt, dass Hunderte Links von einer einzigen Domain ausgehen und das Ranking beeinflussen können, ist dies bei der Domainpopularität schon wesentlich schwieriger zu bewerkstelligen.

Ein Beispiel aus der Wissenschaft soll dies belegen. Hier gelten Thesen und Veröffentlichungen als umso bedeutender und aussagekräftiger, je öfter sie von anderen Wissenschaftlern zitiert werden. Dabei stellt sich die Frage, ob es immer nur ein und derselbe Experte ist, der auf die entsprechende Arbeit verweist (Hunderte Links von einer Domain) oder ob der Verweis von vielen unterschiedlichen Fachleuten (Domains) kommt. Die Antwort liegt hier auf der Hand.

Beim Ranking der Suchmaschinen wird aber nicht nur die Linkpopularität als solche bewertet, sondern das Ergebnis zusätzlich gewichtet. So werden Links von themenrelevanten Domains durch Google & Co. wesentlich höher bewertet als solche von themenfremden Seiten. In unserem Beispiel aus der Wissenschaft bewirken Zitate durch anerkannte Experten des Fachgebietes natürlich ebenfalls, dass einer Arbeit größere Glaubwürdigkeit und Expertise bescheinigt wird, als wenn sie nur zufällig von irgendjemandem zitiert wird.

Ausblick: Die IP-Popularität ist im Kommen

Mit großem Aufwand – beispielsweise durch das Vorhalten entsprechend vieler Domains (Domainfarmen) – versuchen einige „SEO-Experten“ auch hier zu manipulieren, indem sie von diesen jeweils auf eine Zielseite linken. Aus diesem Grund wird in Zukunft auch die IP-Popularität als wichtiger Faktor gewertet. Hierbei werden Links von Domains, die auf demselben Webserver liegen entsprechend abgewertet, wobei die Umsetzung derzeit noch als problematisch anzusehen ist, da gerade bei Massenhostern wie STRATO, 1&1 oder Host Europe zahlreiche User einen Server mit derselben IP-Adresse teilen müssen.

Tools zur Ermittlung der Domainpopularität

Um die Link-, Domain- und IP-Popularität von Online-Auftritten zu messen, findet man im Web einige kostenlose Tools, die zumindest grobe Richtwerte liefern. Wer sich als Webmaster, Verantwortlicher im Online Marketing , SEO-Experte oder Betreiber eines Online Shops intensiver mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung und Monitoring befasst und auf exakte Werte angewiesen ist, der findet in den entsprechenden SEO-Suiten von kompetenten Anbietern wie XOVI oder Sistrix entsprechende Werkzeuge, die nicht nur einen detaillierten Überblick über die Domainpopularität liefern, sondern eine breite Palette von Kennzahlen im Blick halten.

In Teil 3 der Serie über Internet-Kennzahlen befassen wir uns mit den (eindeutigen) Besuchern Deiner Webseite.

Foto: © Odua Images – Fotolia

Hier folgen zahlreiche weitere Beiträge über Internet-Kennzahlen

Teil 1: Die Linkpopularität
Teil 2: Die Domainpopularität
Teil 3: Eindeutige Besucher
Teil 4: Page Views
Teil 5: Anzahl indexierte Seiten
Teil 6: Alexa Ranking
Teil 7: Google PageRank
Teil 8 : Verweildauer
Teil 9: Absprungrate
Teil 10: Sichtbarkeit
Teil 11: OVI
Teil 12: Domain Authority und Page Authority
Teil 13: MozRank
Teil 14: Twitter-Follower
Teil 15: Blekko-Ranking
Teil 16: Google PageRank Update Dezember 2013
Teil 17: TrustRank

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