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Internet-Kennzahlen: Teil 4 – Page Views

Internetkennzahlen

Berlin – Neben ihrer großen Reichweite und kaum zu übertreffenden Aktualität bieten Online Medien den großen Vorteil der genauen Messbarkeit überWebanalyse-Systeme. Zwar können bei Printmedien die Auflage festgelegt und die Anzahl der verkauften Exemplare genau ermittelt werden, jedoch können die Verlage keine Erkenntnisse über die konkrete Nutzung der Zeitungen und Zeitschriften – speziell der Anzeigenseiten – gewinnen.

Im Gegensatz dazu haben Betreiber von Websites, Webshops und anderen Services im Web jederzeit die Möglichkeit festzustellen, welche Besucher sich wann, wo und wie lange mit dem jeweiligen Angebot befasst haben und ob die Präsentation der Produkte und Dienstleistungen zum Erfolg – also zu Kauf, Buchung oder Klick geführt hat. Die verschiedenen Kennziffern, die sich mit unterschiedlichen Analysetools ermitteln lassen, geben darüber Auskunft. Nachdem wir im dritten Teil unserer Serie über die verschiedenen Kennzahlen zur Webanalyse, zur Bewertung von Internetseiten und deren Performance auf den Bereich Besuche und Besucher und eindeutige Besucher eingegangen sind, soll heute die Kennziffer Page View (Page Impression) oder Seitenzugriff etwas näher betrachtet werden.

Page View als Maß für die Intensität der Website-Nutzung

Die Page Impression (PI) oder Page View bezeichnet die Gesamtanzahl der Aufrufe von Seiten eines Onlineangebotes. Dabei werden wiederholte Zugriffe auf eine Seite auch mehrfach gezählt. Die Ermittlung dieser Kennzahl erfolgt mit den üblichen Webanalyse-Tools wie Piwik oderGoogle Analytics. Die Kenntnis dieses Wertes ist unter anderem beim Schalten von Werbung auf werbefinanzierten Websites von besonderer Bedeutung, da mit jedem Seitenaufruf entsprechend mehr Werbung ausgespielt werden kann. Nicht zuletzt gilt der Page View einer Website bei Werbetreibenden als ein Kriterium bei der Vergabe ihrer Budgets.

Seitenaufrufe zählen zwar zu den grundlegenden Kennzahlen zur Beurteilung des Erfolges einer Website – nicht zuletzt lässt sich der Wert zusammen mit den Besuchen sowie den eindeutigen Besuchern direkt auf der Startseite im Dashboard von Google Analytics ablesen – doch zeichnet die Kennzahl als solche zunächst nur ein allgemeines Bild von der Nachfrage und dem Interesse an einer Website. Zwar ist ein steigender Wert für den Page View stets positiv zu werten, doch gilt es zu beachten, dass zum Beispiel durch eine Banner- oder eine Mailingkampagne das Interesse an der Webseite kurzzeitig steigen kann, ohne dass tatsächlich ein größeres Interesse an den Inhalten der Website vorliegt.

Die Aussage des Page View im Kontext zur Zeit

Die Metrik Page View ist zunächst geeignet, einen schnellen Überblick über die Besucherzahlen einer Webseite zu erhalten. Aussagefähiger wird der Wert für die Seitenaufrufe aber erst, wenn man ihn im Kontext mit anderen Werten, wie der Zeit sieht. So ist beispielsweise die Analyse der Tageszeit, zu der die meisten Aufrufe erfolgen, äußerst hilfreich. Daraus lassen sich wichtige Rückschlüsse auf den Erfolg laut eigener Zielgruppendefinition ziehen und die Angebote entsprechend optimieren. Die Erfahrung in der Webanalyse besagt beispielsweise, dass in der Regel mittags, nach Feierabend und am Wochenende eher private Nutzer im Netz unterwegs sind, während am Tag und zu den Geschäftszeiten primär mit geschäftlichen Nutzern aus dem professionellen Bereich oder der Wirtschaft zu rechnen ist. Am Nachmittag surfen vor allem Jugendliche und junge Erwachsene im Netz. Genauso interessant ist dieser Wert, um saisonale Schwankungen bei den Besuchen aufzuspüren. Aus dem Userverhalten ergeben sich Rückschlüsse, um die eigene Strategie entsprechend auszurichten und die Angebote zu optimieren.

Zahl der Seitenaufrufe als Indikator für Trends

Der Page View gilt allgemein auch als wichtiger Indikator, um einerseits Probleme mit der Website frühzeitig zu erkennen und andererseits, um zu erfahren, welche Themen bei den Usern besonders gut anzukommen scheinen. In beiden Fällen hat der Webseitenbetreiber die Möglichkeit, rechtzeitig korrigierend einzugreifen. Entweder die Probleme und Schwachstellen zu suchen oder im zweiten Fall, das Thema auszubauen und das gestiegene Interesse der User zu nutzen.

Um diesen Effekt sinnvoll zu nutzen, ist es also tatsächlich sinnvoll, neben einigen anderen Parametern auch den Wert für die Seitenaufrufe täglich zu analysieren. Nur so ist es möglich, rechtzeitig Probleme zu erkennen und auf Trends und Userinteressen zu reagieren, um langfristig Popularität zu gewinnen und die gewünschten Unternehmensziele zu erreichen.

Bisher erschienene Artikel über Internet-Kennzahlen

Teil 1: Die Linkpopularität
Teil 2: Die Domainpopularität
Teil 3: Eindeutige Besucher
Teil 4: Page Views
Teil 5: Anzahl indexierte Seiten
Teil 6: Alexa Ranking
Teil 7: Google PageRank
Teil 8 : Verweildauer
Teil 9: Absprungrate
Teil 10: Sichtbarkeit
Teil 11: OVI
Teil 12: Domain Authority und Page Authority
Teil 13: MozRank
Teil 14: Twitter-Follower
Teil 15: Blekko-Ranking
Teil 16: Google PageRank Update Dezember 2013
Teil 17: TrustRank

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