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Internet-Kennzahlen: Teil 8 – Verweildauer

Internetkennzahlen Berlin - Wie wichtig es für Webseitenbetreiber ist, Kennzahlen wie Besucher, eindeutige Besucher oder Page Views im Auge zu behalten, um sich ein Bild über das Besucherverhalten und die sozio-demographischen Daten der User zu machen, haben wir bereits in vorhergehenden Beiträgen unserer großen Serie über die wichtigsten SEO-Kennzahlen erläutert. Es wurde deutlich gemacht, welch wichtige Rolle das regelmäßige Monitoring der verschiedensten KPI (Key Performance Indikatoren) einer Website spielt und wie die Ergebnisse dieser Überwachung einzelner Kennzahlen in die tägliche Arbeit im Rahmen der Optimierung von Webauftritten einfließen. Nur wer genau weiß, welche Besucher mit welchen Erwartungen die jeweilige Seite aufrufen, kann seine Angebote auch entsprechend positionieren. Eine weitere äußerst interessante Kennzahl, aus der sich Informationen über die Kundenzufriedenheit mit einem Webauftritt ablesen lassen, ist dabei die Verweildauer.

Die durchschnittliche Verweildauer als Qualitätsindikator von Webseiten

Unter der durchschnittlichen Verweildauer (Average Time on Site) versteht man in der Webanalyse die Kennzahl, die Auskunft darüber gibt, wie lange sich die Besucher einer Website mit den Angeboten, Funktionen und Informationen auf einer Website auseinandersetzen, bzw. diese nutzen. Bekanntlich wird ein großer Anteil der Webseiten über die aktive Google-Suche erreicht. Das Ziel der Nutzer hierbei ist die explizite Recherche zu einem Thema. Sie sind auf der Suche, um ihren Informationsbedarf zu decken, ihre Interessen und Wünsche zu befriedigen oder um bestimmte Produkte zu finden. Kann die aufgerufene Webseite den gewünschten Gehalt jedoch nicht wiedergeben, wird diese meist innerhalb kurzer Zeit wieder geschlossen und der User kehrt in der Regel zur Ergebnisliste seiner Suche zurück, um das nächste Angebot aufzurufen, was seine Wünsche befriedigen könnte. Die durchschnittliche Verweildauer kann damit ein Indikator für die Qualität einer Website sein und zeigen, ob diese das Nutzerbedürfnis befriedigt und für ihn relevante Inhalte anbietet.

Wie wird die Verweildauer bestimmt?

Die Verweildauer entspricht dem Zeitraum von der ersten aufgerufenen Seite bis zum Verlassen der Website. Als Werkzeuge zur Bestimmung der durchschnittlichen Verweildauer kommen die üblichen kostenlosen Analysewerkzeuge wie Google Analytics oder Piwik in Frage, die die entsprechenden Funktionen standardmäßig bereitstellen. Ein Richtwert für die Verweildauer lässt sich prinzipiell nicht pauschalisiert angeben, ist jedoch sowohl abhängig vom Typ einer Website, wie auch von der Branche, bzw. vom behandelten Thema. Während eine einfache Landingpage oder Webvisitenkarte eines Dienstleisters wie Arzt oder Handwerker meist nur kurz besucht wird, weil die erwarteten Informationen sofort erfasst werden können, weist diese natürlich eine geringere Verweildauer auf als ein Online Shop, ein Blog oder ein Magazin für Wirtschaftsnachrichten. Einige SEOs sind jedoch der Meinung, dass die durchschnittliche Verweildauer wenigstens 40 Sekunden betragen sollte, um die Website als relevant für ihr Thema einzustufen. Grundsätzlich gilt ja, je relevanter und nützlicher die Informationen auf einer Website sind, desto länger verweilt der User, ehe er zu den SERPs zurückkehrt. Im besten Fall verbleibt der Besucher auf der Seite, folgt dem Call to Action bzw. ist mit dem Ergebnis seines Besuches zufrieden und kehrt sogar regelmäßig wieder.

Welchen Nutzen zieht der Webseitenbetreiber aus der Verweildauer?

Eine kurze Verweildauer zeigt, dass es Probleme auf der Website gibt, die die User das Angebot sofort wieder zum Verlassen bewegen. Einerseits ist es möglich, dass die falschen Besucher mit dem Angebot erreicht werden und die Besucher auf den ersten Blick erkennen, dass die Inhalte und Funktionen der Webseite Ihnen nicht weiterhelfen. Hier sollte der Webmaster bei der Zielgruppendefinition und der Ausrichtung seines Angebotes nachbessern. Andererseits ist es aber auch möglich, dass zwar die richtigen Besucher kommen, die Website aber nicht in der Lage ist, diese zum gewünschten Ziel zu bringen oder Ihnen den erhofften Mehrwert zu bieten. Unter anderem könnte die Ursache hierzu in einem schlechten Navigationskonzept, schlechten Texten oder schlecht dargestellten Inhalten liegen.

Schlussfolgerungen aus der Kennzahl Verweildauer

Die aufmerksame Beobachtung der Entwicklung der Verweildauer gibt Auskunft, wie die Internetpräsenz bei den potenziellen Besuchern ankommt. Nimmt diese ab oder ist sie von Hause aus niedrig, zeigt dies, dass irgendwo etwas nicht richtig funktioniert oder dass die Inhalte überarbeitet werden sollten. Steigende oder dauerhaft hohe Verweildauer hingegen zeigt, dass die Website für die User attraktiv zu sein scheint und der richtige Weg eingeschlagen wurde. Allerdings kann man auch hier überlegen, wie sich diese Kennzahl noch weiter steigern lässt, denn je länger User das Angebot nutzen, desto attraktiver wird die Seite auch für entsprechende Werbepartner, die für zusätzliche Einnahmen sorgen können.

Bisher erschienene Artikel über Internet-Kennzahlen

Teil 1: Die Linkpopularität Teil 2: Die Domainpopularität Teil 3: Eindeutige Besucher Teil 4: Page Views Teil 5: Anzahl indexierte Seiten Teil 6: Alexa Ranking Teil 7: Google PageRank Teil 8 : Verweildauer Teil 9: Absprungrate Teil 10: Sichtbarkeit Teil 11: OVI Teil 12: Domain Authority und Page Authority Teil 13: MozRank Teil 14: Twitter-Follower Teil 15: Blekko-Ranking Teil 16: Google PageRank Update Dezember 2013 Teil 17: TrustRank

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