Investoren erwarten baldigen Börsengang von VW-Tochter Traton

Der Börsengang der VW-Nutzfahrzeugtochter Traton soll zum Eisbrecher am deutschen und europäischen Finanzmarkt werden: Nach einer Umfrage der Investmentbank Evercore unter mehr als 50 Investoren, über die das „Handelsblatt“ berichtet, ist die überwältigende Mehrheit der Befragten der Meinung, VW sollte seine Lkw-Tochter lieber früher als später an die Börse bringen. Mehr als 80 Prozent der befragten Investoren meinen, dass der Börsengang jetzt geschehen sollte. VW müsse sein Konzernportfolio optimieren, drängen die Profi-Anleger.

Traton soll an den Börsen in Frankfurt und Stockholm notiert werden, berichten Finanzkreise. Experten rechnen damit, dass der Börsengang noch vor Ostern kommt. Als Börsenwert werde ein Volumen von rund 25 Milliarden Euro angestrebt, schreibt das „Handelsblatt“. Bis zu 25 Prozent wolle VW an neue Investoren verkaufen, was einem Volumen von gut sechs Milliarden Euro entspräche, heißt es in den Finanzkreisen weiter. Das wäre einer der größten Börsengänge seit der Teil-Privatisierung der Deutschen Telekom im November 1996, die gut zehn Milliarden Euro einbrachte. Im vergangenen Jahr brachte es Siemens Healthineers auf ein Emissionsvolumen von 4,2 Milliarden Euro. Die VW-Tochter ist nur einer der Börsengänge, die für dieses Jahr geplant sind: „Wenn sich die politischen Entwicklungen nicht verschärfen, dann sind fünf bis zehn größere IPOs in Deutschland möglich“, sagte Christoph Heuer, der bei Goldman Sachs Aktienemissionen in Deutschland verantwortet. Im zweiten Halbjahr wird mit der Aktienemission der abgespalteten Antriebssparte des Autozulieferers Continental gerechnet. Finanzkreise erwarten ein Volumen von zwei Milliarden Euro.

Foto: Händler an einer Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur

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