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Ischinger: Europa muss in Iran-Krise auf Russland und China setzen

Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat ein "Höchstmaß an Verbitterung und Enttäuschung" bezüglich der Krise um das Atomabkommen mit dem Iran beklagt. Aus seiner Sicht könnten "Deutschland, Frankreich und Großbritannien das Problem alleine nicht lösen", sagte Ischinger dem Nachrichtenportal T-Online. "Es wäre besser, die drei würden gemeinsam mit Russland und China die Initiative ergreifen." Sein Vorschlag: "Xi Jinping, Putin, Macron, Merkel und May könnten die Verhandlungen zur gemeinsamen Chefsache erklären." Ischinger ist zuversichtlich, dass noch Möglichkeiten zur Einigung bestehen: "Es gibt einen diplomatischen Manövrierraum, der noch nicht völlig ausgeschöpft ist." Ischinger sprach allerdings auch eine Warnung im Verhältnis zwischen Iran und den USA aus: "Wenn etwas passiert, wenn jemand auf den falschen Knopf drücken sollte, ist die Gefahr riesengroß, dass sich die beiden Gegner in Missverständnissen verheddern und in einen - hoffentlich begrenzten - Schießkrieg schlittern, der natürlich Folgen haben wird." Aus seiner Sicht besteht folgendes grundlegendes Problem: "Leider gibt es keinerlei Kontakte zwischen Iran und USA." Der Sicherheitsexperte warnte, dass man den US-Präsidenten nur darin bestärken könne, keinen Krieg mit dem Iran zu führen. Zudem kritisierte Ischinger die Politik Donald Trumps gegenüber Nordkorea, welches nach derzeitigem Stand seine Atomwaffen nicht komplett vernichten müsste. Deshalb sei der Umgang Trumps mit Nordkorea "geradezu Gift" für die Bemühungen um weitere Verhandlungen mit Teheran. "Iran dürfte daraus die Konsequenz ziehen, dass es sich auszahlt, zuerst einmal Atomwaffen zu besitzen, bevor man in Verhandlungen eintritt." Foto: Fahne von Russland, über dts Nachrichtenagentur  

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