Italien und die Schweiz sind gezwungen, ihre Grenze in den Alpen aufgrund des durch den Klimawandel verursachten Abschmelzens der Gletscher neu zu ziehen. Die schweizerisch-italienische Grenze, die im Schatten des Matterhorns verläuft, wurde normalerweise durch natürliche Grenzen bestimmt, die durch Gletscherkämme oder Gebiete mit Dauerschnee entstanden. Normalerweise fließt das Schmelzwasser in das eine oder andere Land, aber aufgrund der steigenden Temperaturen hat sich die Wasserscheide zur Grenze hin verlagert. „Bedeutende Abschnitte der Grenze werden durch die Wasserscheide oder die Kammlinien von Gletschern, ‚Firn‘ oder Dauerschnee definiert… Diese Formationen verändern sich durch das Schmelzen der Gletscher“, erklärte die Schweizer Regierung. Beide Länder haben sich darauf geeinigt, den Grenzverlauf um die markanten Punkte Testa Grigia, Plateau Rosa, Gobba di Rollin und Rifugio Carrel, eine Berghütte auf 3.829 m, zu ändern. Die Schweiz hat der Änderung zugestimmt, da sie nach Angaben ihrer nationalen Vermessungsbehörde Swisstopo häufig Änderungen vornehmen muss. Italien muss die Änderung noch absegnen. Wissenschaftler haben erklärt, dass sich der Gletscher in einem „irreversiblen Koma“ befindet und bis 2050 nicht mehr vorhanden sein könnte. Es wird erwartet, dass die Gletscher in den Alpen um 90 % schrumpfen werden.
