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IWF schwenkt bei Schuldenabbau auf deutsche Linie ein

Im anhaltenden Streit um die richtige Balance zwischen Defizitabbau und Ausgaben zur Konjunkturbelebung bewegt sich der Internationale Währungsfonds (IWF) auf die Bundesregierung zu: So ermahnt der Währungsfonds Länder mit hohen Schuldenständen nun deutlicher, mehr für die Haushaltskonsolidierung zu tun. Die neue Ausrichtung werde in Berlin begrüßt, berichtete das “Handelsblatt” (Montagsausgabe) unter Berufung auf Regierungskreise. Der IWF schwenke bei der Frage auf die deutsche Linie ein, hieß es.

Statt wie üblich vor allem höhere Investitionen anzumahnen, wird der Fonds in seiner neuen Konjunkturprognose Staaten wie Italien und Spanien auffordern, mehr für die Haushaltskonsolidierung zu tun. Diese Priorität machte der IWF bereits in einer Analyse deutlich, die er am vergangenen Freitag veröffentlichte. “Die derzeitigen Pläne für eine mittelfristige Konsolidierung könnten jedoch in vielen fortgeschrittenen G20-Volkswirtschaften mit einem unangenehm hohen öffentlichen Schuldenstand wie Italien, Japan, Spanien und den Vereinigten Staaten ambitionierter sein”, schreiben die IWF-Experten. Eine ähnliche Formulierung soll nach Informationen der Zeitung auch die neue Konjunkturprognose enthalten, die der IWF am Dienstag vorstellt. Die neue Tonlage dürfte auch darin begründet liegen, dass der globale Aufschwung immer mehr an Fahrt aufnimmt. Der Fonds wird seine Prognose für die Weltwirtschaft wie auch für Deutschland für dieses Jahr leicht anheben. Ende der Woche findet in Washington die Herbsttagung des IWF statt.

Foto: Euro- und Dollarscheine, über dts Nachrichtenagentur

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