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Jahn: „Viele DDR-Bürger fühlten sich als Menschen zweiter Klasse“

Der Leiter der Stasiunterlagenbehörde, Roland Jahn, sieht in der DDR-Zeit einen Ursprung von Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland. "Viele DDR-Bürger fühlten sich als Menschen zweiter Klasse", sagte Jahn dem Nachrichtenportal T-Online. Mit der Einheit hätten sich viele Ostdeutsche dann zugehörig gefühlt.

"Durch die Zuwanderung haben viele Menschen Angst, dass sie wieder hintendran sein könnten." Mit dem Aufstieg der AfD hätten Menschen die Gelegenheit genutzt, sich politisch zu artikulieren. "Aber es ist positiv zu sehen, dass Menschen sich an einer demokratischen Wahl beteiligen, sich artikulieren und überhaupt an gesellschaftlichen Debatten teilhaben", so Jahn. Man solle keine Panik verbreiten, sondern "sich politisch mit den Ansichten der AfD auseinanderzusetzen". 27 Jahre nach der Wende könne Deutschland stolz darauf sein, was in dieser Zeit geleistet wurde. "Der Tag des Mauerfalls war ein Tag des Triumphes", sagte Jahn In der Zeit der Diktatur sei die "Sippenverfolgung" das Schlimmste gewesen. "Die liebsten Menschen wurden schikaniert und waren Repressionen ausgesetzt, obwohl sie nichts dafür konnten", so Leiter der Stasiunterlagenbehörde. In der DDR hatte er als Bürgerrechtler im Gefängnis gesessen. Noch heute habe er ein schlechtes Gewissen seinen Eltern gegenüber. "Dabei ist es absurd, dass ich so denke. Ich war nicht schuld, sondern der Staat."

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