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Jeder Vierte achtet auf fair gehandelte Produkte

Berlin – Die deutschen Verbraucher geben im Vergleich zum Ausland einen sehr geringen Anteil ihres Einkommens für Essen und Trinken aus – doch diese Einstellung zu Lebensmitteln ändert sich gerade, wie eine neue Studie zum Verbraucherverhalten zeigt, die der „Welt“ vorliegt. Im Auftrag der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) untersucht, nach welchen Kriterien die Deutschen einkaufen.So achtet heute jeder vierte Verbraucher (26 Prozent) bei der Auswahl seiner Lebensmittel nicht mehr vorrangig auf den Preis. Stattdessen stehen moralisch-ethische Kriterien im Vordergrund.

Fleisch soll aus artgerechter Tierhaltung stammen, Kaffee fair gehandelt sein. Wegen der kürzeren Transportwege entscheiden sich immer mehr Verbraucher für Produkte aus der Region. Grundsätzlich bevorzugen sie dabei Öko-Produkte. BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff wertet die Ergebnisse der Studie als einen Beleg für einen gesellschaftlichen Wandel. „Lebensmittel müssen zunehmend über Qualität hinaus einen individuellen Mehrwert bieten“, sagt Minhoff. Darauf werde sich auch die Ernährungsindustrie einstellen und entsprechende Produkte anbieten. Die Studie zeige zugleich auch einen Trend zur Individualisierung der Lebensstile. Versuche der Politik, die Verbraucher zu bevormunden, seien zum Scheitern verurteilt, wie die Debatte um den sogenannten Veggie Day der Grünen gezeigt habe, sagt Minhoff. „Verbraucher wollen selbst entscheiden, was sie essen und genießen wollen.“

Foto: Obsttheke in einem Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur

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