Einen Schlaganfall im jungen Alter – das klingt ungewöhnlich und beängstigend. Wie kann es dazu kommen? Professor Lars Kellert, der erfahrene Leiter der Schlaganfallstation am LMU Klinikum München, klärt auf.
Entgegen der weit verbreiteten Annahme, Schlaganfälle beträfen vor allem ältere Menschen, können auch Jugendliche und junge Erwachsene davon betroffen sein. Die Ursachen können dabei vielfältig sein – von angeborenen Gefäßerkrankungen über Traumata bis hin zu Lebensstilfaktoren wie Rauchen oder Drogenkonsum. Oftmals werden die ersten Warnzeichen leider nicht ernst genommen, da man in diesem Alter einen Schlaganfall nicht erwartet.
Die Symptome können sehr unterschiedlich sein, aber es gibt einige typische Anzeichen: plötzliche Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen, Sehprobleme, Schwindel oder starke Kopfschmerzen. Bei jedem dieser Warnsignale ist schnelles Handeln gefragt – je früher die Behandlung beginnt, desto besser die Heilungschancen.
Professor Kellert betont, wie wichtig es ist, Angehörige und Freunde für mögliche Schlaganfallsymptome zu sensibilisieren. Nur so lässt sich im Ernstfall rasch professionelle Hilfe organisieren und Schlimmeres verhindern. Mit der richtigen medizinischen Versorgung können viele junge Schlaganfall-Patienten die Folgen überwinden und ein weitgehend normales Leben führen.
