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Karibik: Citizenship by Investment floriert

Karibische Staaten sind heutzutage führend in der Branche für die Staatsbürgerschaft durch Investitionen (CBI, Citizenship by Investment). Professional Wealth Management (PWM) – eine Publikation der Financial Times – gibt alljährlich den CBI-Index heraus, in dem die Programme für die aktive Staatsbürgerschaft durch Investitionen (CBI) klassifiziert werden. Der Sonderbericht vermerkt, dass die expandierende Industrie mehr Investoren anzieht, die mehr Mobilität und Geschäftschancen suchen, was oft durch sich verändernde globale wirtschaftliche und politische Spannungen ausgelöst wird.

Von allen 13 CBI-Jurisdiktionen weltweit führt Dominica die Branche an und erzielte bei fünf der sieben Grundsätze, an denen jedes Programm gemessen wird, perfekte Ergebnisse. In der Rangliste folgen gleich darauf vier weitere karibische Nationen, wobei der CBI-Pionier St. Kitts und Nevis ein starker Mitbewerber war. Im diesjährigen CBI-Index werden unter anderem die Programme von Antigua und Barbuda, Österreich, Bulgarien, Kambodscha, Zypern, Dominica, Grenada, Jordanien, Malta, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, der Türkei und Vanuatu bewertet.

PWM stellt fest, dass weltweit immer mehr Investoren, vor allem aus China, Russland und zunehmend auch aus dem Nahen Osten und Afrika, von der Idee der doppelten Staatsbürgerschaft angezogen werden. Dieser Trend wird bei globalen Familien, die von gesellschaftspolitischer Instabilität in ihren Heimatländern betroffen sind, oder bei internationalen Geschäftsleuten, die nach erweiterten visafreien Reise- und Geschäftsmöglichkeiten suchen, sogar noch weiter zunehmen.

Der CBI-Index misst sieben Bereiche oder Grundsätze: Due Diligence, Freizügigkeit, Lebensstandard, Mindestinvestitionsaufwand, Einfachheit der Bearbeitung, Zeitrahmen für die Staatsbürgerschaft und obligatorische Reisen oder Aufenthalte. Der unabhängige Wissenschaftler und Designer des CBI-Index, James McKay, betrachtet diese Bereiche als die wichtigsten Elemente des Entscheidungsprozesses eines Investors bei der Wahl seiner zweiten Staatsbürgerschaft. McKay erklärt die Relevanz der Studie für die Branche für die Einwanderung durch Investoren: „Der CBI-Index entwickelt sich rasch zum führenden Instrument für Investoren, um die Leistung und Attraktivität der globalen Programme für die Staatsbürgerschaft durch Investitionen genau zu messen.“

Der Schwerpunkt des Sonderberichts liegt auf der Due Diligence – den Sicherheits- und Überprüfungsverfahren für jedes CBI-Programm, die sicherstellen, dass moralisch fragwürdige Personen ausgeschlossen werden. Der CBI-Index 2018 hebt den Due-Diligence-Prozess als eine der wichtigsten Komponenten bei der Differenzierung der Programme hervor. Heyrick Bond Gunning, CEO der Due-Diligence-Experten S-RM, kommt zu dem Schluss, dass dies „ein Grundpfeiler aller CBI-Programme sein sollte, die auf Erfolg und Nachhaltigkeit ausgerichtet sind.“

In Anlehnung an die Ergebnisse des CBI-Index 2017 bleibt Dominica aufgrund seines hohen Niveaus bei der rechtzeitigen und einfachen Bearbeitung, einer erschwinglichen Investitionsschwelle und eines robusten Due-Diligence-Rahmenwerks die weltweit beste Jurisdiktion für wirtschaftliche Staatsbürgerschaft. Dieses Ergebnis ist ein Beweis dafür, dass das CBI-Programm des kleinen karibischen Landes die Herausforderungen der Hurrikansaison des vergangenen Jahres erfolgreich gemeistert hat. Darüber hinaus wurde Dominica mit der jüngsten Ankündigung einer Initiative zu einem landesweiten Styropor- und Kunststoffverbot international als verantwortungsbewusster Teil einer Global Community ausgezeichnet – genau die Denkweise, die das führende CBI-Programm des Landes leitet. Dominica ist außerdem ein vorbildliches Beispiel dafür, wie CBI-Mittel zur Verbesserung des Lebens seiner Bürger eingesetzt werden können, so beispielsweise mit dem kürzlich angekündigten Bau von 5.000 neuen Häusern, die vollständig aus dem CBI-Programm finanziert werden.

Die Föderation von St. Kitts and Nevis, die im CBI-Index 2018 an zweiter Stelle rangiert, verbesserte ihre Performance in den Bereichen Mindestinvestitionsaufwand (Erschwinglichkeit) und Freizügigkeit. In den letzten Bereich investiert das Land kontinuierlich, und Inhaber von St. Kitts- und Nevis-Pässen können visafrei in über 150 Länder und Territorien reisen. Das Programm der Föderation hat mit der Gründung des sehr beliebten temporären Hurricane Relief Fund eine niedrigere Investitionsschwelle eingeführt. Mit dem Sustainable Growth Fund – einer neuen staatlichen Fördermethode, die die Entwicklung sozialer und wirtschaftlicher Initiativen in St. Kitts und Nevis unterstützen soll – bietet sie weiterhin das, was viele in der Branche als Platin-Standard ansehen.

Post-Brexit-Debatten haben das Bewusstsein für den Wert der eigenen Staatsbürgerschaft und die Sicherheit, die sie vermittelt – oder das Fehlen einer solchen Sicherheit -, geschärft. „Bei einer immer restriktiveren Einwanderungspolitik wird das Thema Freizügigkeit zu einem Schlüsselfaktor“, bestätigt Selby du Pasquier, Leiter der Genfer Anwaltskanzlei Lenz & Staehelin.

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