Kinder in Afrika sollen bahnbrechenden Malaria-Impfstoff erhalten


Das weltweit erste routinemäßige Malaria-Impfprogramm mit dem RTS,S-Impfstoff, der auch als Mosquirix bekannt ist, steht kurz vor dem Start. Der britische Arzneimittelhersteller GlaxoSmithKline (GSK) hat den RTS,S-Impfstoff zusammen mit der Path Malaria Vaccine Initiative (MVI) entwickelt. Der Impfstoff soll ab Januar 2024 in Kamerun routinemäßig eingesetzt werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfahl den Impfstoff im Jahr 2021 für den großflächigen Einsatz bei afrikanischen Kindern. Forscher der London School of Hygiene & Tropical Medicine und der Medical Research Council Unit, Gambia, haben 30 Jahre lang an der Erforschung des Impfstoffs gearbeitet. Klinische Studien haben gezeigt, dass der Impfstoff, der zusammen mit Malariamitteln verabreicht wird, die Zahl der schweren Malariafälle und Todesfälle verringern kann. Der Impfstoff kann die Zahl der Malariafälle und Todesfälle bei Kindern um fast zwei Drittel senken. Dies ist ein wichtiger Meilenstein in den weltweiten Bemühungen zur Malariabekämpfung, insbesondere in Regionen, in denen die Krankheit häufig auftritt. Ein weiterer Impfstoff, R21, wurde im vergangenen Jahr von der WHO präqualifiziert, wodurch die weltweiten Impfmöglichkeiten gegen Malaria weiter ausgebaut wurden. Nach Angaben der WHO gab es im Jahr 2022 in 85 Ländern 249 Millionen Malariafälle und 608.000 Todesfälle, von denen 80 % auf Kinder unter fünf Jahren fielen.

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