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Klinikum Osnabrück setzt auf Telemedizin

Klinikum-Osnabrueck Klinikum Osnabrück setzt auf TelemedizinDer oftmals übliche Weg, Patientenbilder auf Filmen oder Datenträger weiterzugeben, ist mit einen hohen Produktionsaufwand, Zeitverlust und der Ungewissheit behaftet, ob der Datenträger unversehrt beim Empfänger ankommt und die Daten in das dortige System eingelesen werden können. Dies wird dann erforderlich, wenn Voruntersuchungen durchgeführt wurden und entsprechende Bilder zur weiteren Behandlung notwendig sind. Oder, wenn eine Zweitmeinung kurzfristig notwendig ist. Im Teleradiologieverbund ist dies nun kein Problem mehr. Mittels einer herstellerunabhängigen Plattform können nun MRT-, CT- und Röntgenbilder schnell und sicher an den Empfänger geschickt werden.
Mit ersten Übertragungen zwischen Osnabrück und dem Universitätsklinikum Münster startete jüngst das Pilotprojekt Niedersachsen im Westdeutschen Teleradiologieverbund. Bis November, zum Radiologie Kongress Ruhr, sollen rund 20 Kliniken und Radiologische Praxen der Region untereinander und mit den bereits angeschlossenen rund 100 Einrichtungen vernetzt sein. Aufnahmen können zügig angefordert, versendet und empfangen werden. Damit werden eine schnellere und bessere Behandlung des Patienten ermöglicht und Doppeluntersuchungen vermieden. Auch bei der Verlegung eines Patienten in ein anderes Krankenhaus oder Rehaeinrichtung können die vorhandenen Bilder noch vor dem Eintreffen des Patienten in der aufnehmenden Klinik oder Fachabteilung angesehen werden.  Somit wird eine lückenlose Behandlung gewährleistet. Dies führt zu einer Zeitersparnis und einer höheren Patientenzufriedenheit.
Zur Vorstellung des Pilotprojektes wurden zahlreiche Kliniken und Praxen zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, um die praktische Arbeit  im Westdeutschen Teleradiologieverbund zu demonstrieren und gemeinsam mit etablierten Teilnehmern die gemachten Erfahrungen und möglichen Anwendungsszenarien zu diskutieren. So referierte Dr. Christian Juhra, Leiter der Stabsstelle Telemedizin am Universitätsklinikum Münster, über Vernetzung, Datenschutz  und Nutzen des Systems. Deutlich wurde, dass insbesondere die Versorgung von Schwerstverletzten in einem Traumanetzwerk mit der Bilddatenkommunikation erheblich verbessert wird. Als Gastgeber der Veranstaltung demonstrierte Prof. Dr. Bernd Tombach, Chefarzt der Röntgen- und Strahlenklinik am Klinikum, die praktische Umsetzung der Bilddatenkommunikation.
Foto: © Klinikum Osnabrück

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