Die Stadt Erlangen sieht sich mit erheblichen Einnahmeausfällen bei der Gewerbesteuer konfrontiert. Statt der erwarteten 220 Millionen Euro werden es 2024 lediglich 60 Millionen Euro sein. Dieser massive Rückgang zwingt die Stadtverwaltung zum Handeln.
Kontroverse um Stadtumlandbahn
Die angespannte Haushaltslage führt zu Debatten über das Zukunftsprojekt der Stadtumlandbahn (StUB). Während die CSU-Fraktion eine Überprüfung oder gar ein Stoppen des Vorhabens fordert, wollen SPD und Grüne weiterhin an den Plänen für die Stadtumlandbahn festhalten.
Sparmaßnahmen im Personalbereich
Um Kosten einzusparen, will die Stadtverwaltung zunächst bei den Personalausgaben ansetzen. Für einen Zeitraum von einem halben Jahr sollen frei werdende Stellen nicht neu besetzt werden. Dadurch sollen jährlich 7,5 Millionen Euro eingespart werden. Allerdings sind Schulen und Kindergärten von den Einsparungen ausgenommen.
Weitere Sparpläne in Vorbereitung
Finanzreferent Konrad Beugel kündigt an, Ende Oktober den Haushaltsentwurf für das Jahr 2025 vorzulegen. Dann will er auch aufzeigen, an welchen anderen Stellen die Stadt Erlangen noch Einsparpotenziale identifiziert hat.
Insgesamt steht Erlangen vor einer schwierigen Haushaltssituation, die zu kontroversen Diskussionen um Investitionsprojekte und harten Sparmaßnahmen führt. Die Stadtverwaltung ist gefordert, umsichtig und ausgewogen zu agieren, um die finanziellen Herausforderungen zu meistern.
