In Kroatien ermittelt die zuständige Aufsichtsbehörde gegen einen Verwaltungsbeamten, der die Baugenehmigung für ein privates Kleinwasserkraftwerk an der Quelle des Flusses Una erteilt hat. Das geplante Kraftwerk sollte mitten im Natura 2000-Schutzgebiet, einem wertvollen Naturparadies, errichtet werden.
Tagelang hatten lautstarke Proteste von engagierten Umweltschützern mit prominenter Unterstützung gegen dieses Vorhaben stattgefunden. Die Aktivisten prangerten an, dass der Bau des Kraftwerks die empfindliche Ökologie des Schutzgebiets massiv beeinträchtigen und den einzigartigen Lebensraum vieler geschützter Tier- und Pflanzenarten zerstören würde.
Besonders empörend war für viele, dass der verantwortliche Beamte trotz der offensichtlichen Verstöße gegen den Naturschutz die Genehmigung erteilt hatte. Kritiker vermuteten unlautere Machenschaften und Interessenskonflikte hinter dieser Entscheidung. Die zuständige Behörde sah sich nun gezwungen, die Vorgänge rund um die Erteilung der Baugenehmigung genau unter die Lupe zu nehmen und mögliches Fehlverhalten des Beamten strafrechtlich zu überprüfen.
Die engagierten Proteste der Umweltschützer hatten offenbar dazu beigetragen, dass die Behörden nun endlich aktiv geworden sind, um die Vorgänge restlos aufzuklären. Die Bevölkerung hofft, dass die Verantwortlichen für diesen Skandal zur Rechenschaft gezogen werden, um solche Verstöße gegen den Naturschutz in Zukunft zu verhindern.
