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Krankenstand der Bundespolizei bleibt auf hohem Niveau

Die Beamten und Angestellten der Bundespolizei sind im Schnitt fast jeden zehnten Arbeitstag krank. Das geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor, über die das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagsausgaben) berichtet. 2017 fiel demnach jeder Bundespolizist durchschnittlich 9,19 Prozent seiner Dienstzeit wegen Krankheit aus.

Damit bleibt der Krankenstand auf konstant hohem Niveau (2016: 9,67 Prozent). Er liegt doppelt so hoch wie die Krankenquote bei gesetzlich Krankenversicherten (2017: 4,7 Prozent). Nach Angaben des Bundesinnenministeriums leidet die Bundespolizei zudem unter Fachkräftemangel. In der Cyber-Abteilung des Bundespolizeipräsidiums blieben im vergangenen Jahr 119 Dienstposten unbesetzt. „Die Personalsituation bei der Bundespolizei ist immer noch auf Kante genäht“, sagte FDP-Innenexperte Benjamin Strasser dem RND. Die Bundesregierung dürfe diejenigen, die täglich die Sicherheit der Bürger gewährleisteten, nicht dauerhaft mit schlechten Arbeitsbedingungen belasten. FDP-Innenexperte Konstantin Kuhle forderte eine bessere Ausstattung der Bundespolizei, um attraktiver zu werden für IT-Spezialisten. Jörg Radek, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), kritisierte, der hohe Krankenstand sei nicht im jüngsten Lagebericht der Bundespolizei verzeichnet gewesen. „Ausdruck der hohen Überlastung sind auch zwei Millionen geleistete Überstunden allein im letzten Jahr“, sagte Radek dem RND.

Foto: Bundespolizei, über dts Nachrichtenagentur

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